China: Die Schwäche des starken Wachstums
Düsseldorf. Bereits seit drei Jahrzehnten ist China der größte Stahlproduzent, und die chinesische Pharmaindustrie dominiert den Weltmarkt bei wichtigen Antibiotika. Nach einer Studie des Australian Strategy Policy Institute ist die Volksrepublik inzwischen bei 37 von 44 Schlüsseltechnologien für die Künstliche Intelligenz führend.
Überdies ist dieses Land Spitzenreiter bei der Elektromobilität und Weltmarktführer für Lithium-Ionen-Batterien sowie andere Umwelttechnik. Allein im ersten Halbjahr 2025 wurden dort nach Berechnungen des Analysehauses Wood Mackenzie neue Solarkraftwerke mit einer Spitzenleistung von insgesamt gut 212 Gigawatt in Betrieb genommen – also etwa das Doppelte der Kapazität, die in Deutschland in den vergangenen 25 Jahren ans Netz gegangen ist.
Die chinesische Industrie ist die größte der Welt, die Volkswirtschaft erwirtschaftet die höchsten Exportüberschüsse, und das kommunistisch regierte Land liegt bei der Zahl der Milliardäre weltweit an zweiter Stelle.
Zur Erinnerung: Noch vor drei Jahrzehnten war Chinas gesamtwirtschaftliche Leistung kleiner als die Italiens, und vor 50 Jahren war das Land in weiten Teilen ein verarmter Bauernstaat. Erst auf dem zunächst kaum beachteten Dritten Plenum im Jahr 1978 leitete die Kommunistische Partei die Liberalisierung der Wirtschaft ein – womit der wirtschaftliche Aufstieg begann.