1. Startseite
  2. Meinung
  3. Kolumnen
  4. Erkältungen: Diese natürlichen Mittel helfen durch die Erkältungszeit

ErkältungenDiese natürlichen Mittel helfen durch die Erkältungszeit

Jetzt ist wieder die Zeit für Schnupfen, Husten und andere Atemwegsinfekte. Oft sind es bewährte Heilpflanzen und Methoden, die bei solchen Beschwerden helfen können, meint unser Kolumnist.Dietrich Grönemeyer 18.10.2024 - 04:00 Uhr Artikel anhören
Schnupfen, Husten, Kopfschmerzen: Viele Menschen leiden gerade im Herbst unter diesen typischen Erkältungskrankheiten. Foto: Imago, Getty

Mehrere Male im Jahr hat jeder von uns mit Schnupfen und Erkältungen zu tun. Dabei ziehen sich die Beschwerden meist über mehrere Tage – mit triefender Nase, nervigem Husten und oft begleitet von einem „dicken“ Kopf. Hier kann die Naturmedizin helfen, diesen Beschwerden bereits im Frühstadium entgegenzuwirken. Etwa mit einer meiner Lieblings-Heilpflanzen, dem Thymian.

Hauptanwendungsgebiete sind unter anderem akute Bronchitis, Erkältungshusten, Schleimhautentzündungen der oberen Atemwege und die Behandlung von Keuchhusten. Die schleimlösende, antientzündliche, antivirale und antibakterielle Wirkung von Thymiandicksaft bei Erkältungen und Co. beeindruckt mich immer wieder. Warum aber gerade solche Naturheilmittel?

Atemwegsinfektionen sind die häufigsten Erkrankungen des Menschen, für die nicht selten Antibiotika verschrieben werden. Diese wirken häufig nicht, da meist ein viraler und kein bakterieller Infekt zugrunde liegt. Zudem verursachen sie Nebenwirkungen und leisten der Entwicklung von Resistenzen Vorschub. Durch die vorherige Anwendung pflanzlicher Präparate lassen sich Antibiotikaverschreibungen, so eine Studie, signifikant verringern. Am deutlichsten war dieser Effekt zum Beispiel beim Thymian.

Was gegen Erkältungen hilft

  • Eine Schwitzkur am Abend erhöht die Verteidigungskraft der Abwehrzellen, wenn man kein Fieber hat: Dazu ein Bad mit circa 37 Grad Wassertemperatur einlaufen lassen, sich für 20 Minuten hineinlegen und in dieser Zeit das Wasser langsam auf rund 40 Grad erhöhen. Danach gleich ins Bett und mindestens 30 Minuten gut zugedeckt schwitzen. Heiße Tees aus Linden- oder Holunderblüten unterstützen diese Kur.
  • Zur Steigerung des Wohlbefindens: Für eine Tasse Zitronentee wird eine frische Frucht gepresst, mit heißem Wasser aufgegossen und mit Honig gesüßt. Der Zitronentee sollte nicht viel heißer als 40 Grad sein, da sonst wichtige Inhaltsstoffe im Obst und im Honig verändert werden.
  • Nasenspülungen mit oder ohne Salz halten die angegriffenen Schleimhäute feucht.
  • Schleimlösende Mittel auf pflanzlicher Basis sollen verhindern, dass aus dem Schnupfen eine Nasennebenhöhlenentzündung wird.
  • Inhalationen mit Extrakten von Eibischwurzel, Isländisch Moos, Lindenblüten, Efeu oder Kamille wirken entzündungshemmend und befeuchten zugleich die Schleimhäute. Am besten dreimal täglich für jeweils fünf bis 15 Minuten inhalieren.
  • Reichlich Flüssigkeit hilft nicht nur gegen Abgeschlagenheit, sondern fördert auch die Durchblutung der Schleimhäute von Nase, Rachen und Bronchien.
  • Gurgeln befeuchtet die Rachenschleimhaut zusätzlich. Für die Gurgellösung vier Tropfen Salbeiöl, einen halben Teelöffel Honig und einen Liter warmes Wasser gut verrühren. Viermal täglich ein bis drei Minuten lang gurgeln. Gut sind auch entzündungshemmende Gurgellösungen aus Salbei- oder Myrrhentinktur.
  • Halsschmerzen: Für einen Quarkumschlag einfachen kalten Speisequark als Paste auf ein Tuch streichen, das Tuch einige Male umschlagen und mit einem Schal befestigen! Wenn er warm geworden ist, den Umschlag entfernen!
  • Kopf- und Gliederschmerzen: Einreibungen mit ätherischen Ölen (Pfefferminzöl) oder Arnikatinktur verschaffen Linderung.
  • Bei sehr starkem, trockenem Reizhusten sind Medikamente, die den Husten beruhigen, angebracht. Bei Husten mit Auswurf sollte der Hustenreflex nicht unterdrückt werden. Schleimlösende Medikamente und pflanzliche Präparate sorgen dafür, dass das Sekret in den Bronchien flüssiger wird und leichter abgehustet werden kann. Gegen den Husten helfen die üblichen Hustenmedikamente oder pflanzliche Präparate aus Thymian, Spitzwegerich, Sonnentau, Eibischwurzel, Isländisch Moos oder Huflattich (Apotheke).
  • Fieber kann mithilfe von Wadenwickeln gesenkt werden. Dazu unter jedes Bein ein trockenes Handtuch legen. Ein zweites (und drittes) Tuch mit zimmerwarmem Wasser anfeuchten und um je eine Wade wickeln. Um das feuchte Tuch wird jeweils das trockene Handtuch gelegt. Da der Körper sehr heiß ist, werden die feuchten Tücher nach zehn bis 15 Minuten warm. Sie sollten vier- bis sechsmal ausgetauscht werden. Zusätzlich kann man einen kalten Waschlappen auf die Stirn legen. Fieber ist ein Zeichen eines guten Abwehrsystems! In der Regel kann man bis 39 Grad abwarten, bevor fiebersenkende Mittel genommen werden. Es sei denn, man bekommt Kopfschmerzen oder fühlt sich zunehmend unwohl. Dann sollte der Arzt oder die Ärztin des Vertrauens zurate gezogen werden. Damit gehört man ins Bett. Also: Keine Angst vor Fieber!

Und was mir besonders wichtig ist: Ruhe, Ruhe, Ruhe – denn die braucht der Körper, um sich von solchen Infekten zu erholen.

Mehr zum Thema
Unsere Partner
Anzeige
remind.me
Jetziges Strom-/Gaspreistief nutzen, bevor die Preise wieder steigen
Anzeige
Homeday
Immobilienbewertung von Homeday - kostenlos, unverbindlich & schnell
Anzeige
IT Boltwise
Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik
Anzeige
Presseportal
Direkt hier lesen!
Anzeige
STELLENMARKT
Mit unserem Karriere-Portal den Traumjob finden
Anzeige
Expertentesten.de
Produktvergleich - schnell zum besten Produkt