Märkte-Insight: Warum die Euphorie der Anleger verflogen ist

Welche Faktoren auf eine bevorstehende Korrektur an den Aktienmärkten schließen lassen.
Foto: HandelsblattKaum hat der deutsche Leitindex Anfang der Woche einen neuen Rekord bei 16.528 Punkten erzielt, ist die Euphorie auch schon wieder verflogen.
Zur Wochenmitte nach der Halbzeit der Berichtssaison über das zweite Quartal sackten der Dax und der Euro-Zonen-Leitindex Euro Stoxx 50 zwischenzeitlich um knapp zwei Prozent ab, bis auf 15.955 und auf 4330 Punkte. Den Handel beendeten die Indizes knapp 1,4 Prozent und 1,7 Prozent im Minus bei 16.020 und 4.332 Punkten.
Börsenhändler waren sich nicht einig, was Anlegern mehr die Laune verdarb: das Herunterstufen der Bonität der USA durch die Ratingagentur Fitch – mit Blick auf Staatsschuldenlast und politische „Dysfunktion“ in Washington – oder schwache Firmenzahlen. Sicher ist die erste Herabstufung durch ein großes Ratinghaus seit mehr als einem Jahrzehnt eine Mahnung für Investoren, zu schauen, wo sie ihr Geld anlegen.
Doch die Tatsache, dass weder der US-Dollar noch die Krisenwährung Gold deutlich reagierten, auch die Kurse von US-Staatsanleihen am Mittwoch sogar erst im Plus, später leicht im Minus lagen, deutet darauf hin, dass der europäische Aktienmarkt aus anderen Gründen an einem Wendepunkt steht – und möglicherweise eine Korrektur folgt.