Märkte Insight: Handelsschluss: Aufbruchstimmung am Markt für Börsengänge
Die aktuellen Börsenkandidaten treffen auf misstrauischere Investoren treffen als ihre Vorgänger.
Foto: HandelsblattNew York. Es tut sich wieder was auf dem Markt für Börsengänge: Am Freitag reichte der US-Lebensmittellieferdienst Instacart seine entsprechenden Pläne bei der Börsenaufsicht SEC ein. Wenige Tage zuvor signalisierte auch der britische Chipdesigner Arm, dass er einen Börsengang an der New Yorker Technologiebörse Nasdaq plant. Schon in der ersten Septemberhälfte könnte es so weit sein. Mit einer Bewertung von 60 bis 70 Milliarden Dollar wäre es die größte Aktienneuemission in fast zwei Jahren.
Lange haben Gründer und Investoren darauf gewartet, dass sich die Stimmung nach der großen Krise im vergangenen Jahr wieder bessert. Rapide steigende Zinsen und die Unsicherheit infolge des Ukrainekrieges haben den Markt für Börsengänge 2022 praktisch zum Erliegen gebracht.
Die Erlöse aus der Platzierung neuer Aktien sind in den USA 2022 im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 90 Prozent zurückgegangen, wie Daten des Analysehauses Dealogic zeigen.
Und noch immer ist nicht sicher, ob der Zeitpunkt nun tatsächlich der richtige ist. Einerseits haben sich die Märkte zwar deutlich von den Turbulenzen des vergangenen Jahres erholt. Trotz der jüngsten Turbulenzen hat der technologielastige Nasdaq-Index seit Anfang Januar gut 32 Prozent zugelegt. Der breit gefasst S&P 500 stieg im selben Zeitraum um 16 Prozent.