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KommentarDer Bitcoin fällt, die ETFs sind trotzdem ein Erfolg

Seitdem es börsengehandelte Fonds auf die wichtigste Kryptowährung gibt, fällt der Kurs. Ein Flop sind Bitcoin-ETFs deshalb nicht. Das Gegenteil ist richtig.Andreas Neuhaus 26.01.2024 - 15:20 Uhr
Bitcoin-ETFs sind aus zwei Gründen ein Erfolg, meint Andreas Neuhaus. Foto: REUTERS

Ein hämischer Verriss über Bitcoin-ETFs an dieser Stelle wäre einfach: Seit dem 11. Januar können in den USA börsengehandelte Fonds gekauft werden, die die Kursbewegung der ältesten und wichtigsten Kryptowährung direkt abbilden (Spot-ETFs). Kryptofans hatten durch die Zulassung auf eine wahre Kursexplosion gehofft, weil es für institutionelle und private Anleger einfacher wird, am Kryptomarkt zu investieren. Der Kurs des Bitcoins ist aber seither um bis zu 20 Prozent gefallen.

Da liegt es nahe zu sagen: Bitcoin-ETFs sind ein Flop, Diskussion beendet. Doch das wäre ein Irrtum.

Denn zur Gesamtbetrachtung gehört: Der Bitcoin ist in den knapp drei Monaten vor der Zulassung um mehr als 60 Prozent gestiegen. Gewinnmitnahmen, die zunächst zu fallenden Kursen führen, sind da nicht ungewöhnlich. Auch wenn das nicht jeder in der Krypto-Community wahrhaben will: Nicht jeder Bitcoin-Investor glaubt an die Notwendigkeit einer dezentralen Digitalwährung. Viele sind einfach Spekulanten.

Es wäre auch naiv anzunehmen, dass mit der Zulassung der ETFs nun plötzlich jeder Vermögensverwalter einen fixen Anteil seiner Gelder in den Bitcoin investiert, der für seine Kursschwankungen berüchtigt ist.

Stattdessen dürften sie die Entwicklung beobachten und sich an das Thema langsam herantasten. Vor diesem Hintergrund ist es bemerkenswert, dass bereits mehr als vier Milliarden Dollar in die ETFs flossen.

Hohes Handelsvolumen

Auch das Handelsvolumen der Bitcoin-ETFs ist hoch: Zusammengerechnet liegt es regelmäßig bei täglich mehr als einer Milliarde Dollar.

Laut Daten der Online-Handelsplattform BestBrokers sind Bitcoin-ETFs an Wochentagen bereits für knapp sieben Prozent des Handelsvolumens von Bitcoin weltweit verantwortlich – obwohl die ETFs nur in den USA zugelassen sind.

Die Bitcoin-ETFs machen also genau das, was sich viele erhofft haben: Sie machen den Bitcoin leichter handelbar, erschließen neue Anlegergruppen und sorgen für einen liquideren Handel.

Nebenbei haben die ETFs auch noch einen positiven Aspekt für andere Anleger: Unter den Anbietern herrscht so große Konkurrenz, dass zwischen ihnen ein regelrechter Preiskampf ausgebrochen ist. Sie unterbieten sich mit immer niedrigeren Gebühren.

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Dieser Preiskampf hat mittlerweile auch auf Kryptoprodukte übergegriffen, die in Europa erhältlich sind: WisdomTree und CoinShares senkten ihre Gebühren bereits jeweils um mehr als 60 Prozent.

Gut möglich, dass weitere Anbieter bald folgen. Und wer weiß, vielleicht greift die Entwicklung sogar auf den gesamten ETF-Markt über. Dann würden sogar die Anleger vom Bitcoin-ETF profitieren, die Kryptowährungen für Nonsens halten.

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