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Kommentar Amerikas Banken sind als Retter der US-Wirtschaft nur bedingt einsatzbereit

Die großen Finanzinstitute inszenieren sich in der Coronakrise als Retter in der Not. Doch das ist nur die halbe Wahrheit.
15.04.2020 - 19:03 Uhr Kommentieren
Die größte US-Bank sieht sich in der Coronakrise als „sicherer Hafen“ für ihre Kunden. Quelle: Reuters
Das Hauptquartier von JP Morgan in New York

Die größte US-Bank sieht sich in der Coronakrise als „sicherer Hafen“ für ihre Kunden.

(Foto: Reuters)

Amerikas Banken bereiten sich auf massive Kreditausfälle vor. Hohe Risikovorsorge ließ die Gewinne im ersten Quartal einbrechen. Doch vielleicht kommt es im Moment gar nicht so sehr auf den Profit an.

Die Botschaft der Wall-Street-Häuser: Anders als in der Finanzkrise 2008 wollen sie dieses Mal ihren Kunden in schlechten Zeiten zur Seite stehen. Jamie Dimon, Chef von Amerikas größter Bank JP Morgan Chase, sieht sein Institut als „Hafen im Sturm“.

Doch das ist nur die halbe Wahrheit. Es stimmt zwar: Die Banken haben ihre Kreditvergabe deutlich ausgeweitet und sie stunden ihren Kunden Zahlungen für Haus- und Autokredite sowie Kreditkartenrechnungen. Doch neben den Wohltaten gibt es eine andere Realität.

Der „Hafen im Sturm“ hat nur begrenzte Kapazitäten. Schließlich muss auch die größte Bank des Landes ihre Bilanz sauber halten, sonst bekommt sie selbst Probleme. Die Anforderungen für die Vergabe von Immobilienkrediten hat JP Morgan bereits deutlich verschärft.

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    Außerdem spielen die Banken keine besonders rühmliche Rolle bei der Verteilung von Krediten aus dem zwei Billionen Dollar schweren Hilfspaket der Regierung, die speziell an kleine und mittlere Unternehmen gehen sollen. JP Morgan und Wells Fargo boten die Kredite nur mit Verspätung an. Wells Fargo riet Kunden zeitweise, sich über andere Banken für die Darlehen zu bewerben, weil der Rückstau so lang war.

    Nicht alles an diesen Zuständen ist die Schuld der Banken. Doch einen Retter in der Not haben sich viele anders vorgestellt. Schließlich läuft die Zeit davon.

    Der Mittelstand steht für rund 80 Prozent der Arbeitsplätze in den USA. Viele Firmen haben kaum Rücklagen, und weil die Hilfskredite nicht schnell genug ankommen, entlassen sie in großem Stil Mitarbeiter.

    Das bringt die Privathaushalte unter Druck, was die Banken in Form fauler Verbraucherkredite zu spüren bekommen werden. Die Hilfsbereitschaft der Banken mag echt sein – trotzdem droht ein Teufelskreis.

    Mehr: Gewinne von Goldman Sachs, Citigroup und Bank of America brechen um rund die Hälfte ein.

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