Kommentar: Bei Aktien wie Tesla hat die letzte Phase der Übertreibung begonnen
Allein 2020 gewann der Hersteller von Elektroautos mehr als eine halbe Billion Euro an Börsenwert hinzu.
Foto: ReutersBeinahe täglich steigt die Tesla-Aktie um 30 oder 40 Euro – zeitweise sogar noch deutlicher. Vor knapp einem Jahr kosteten die Papiere des Elektroautopioniers 66 Euro, jetzt sind es mehr als 700 Euro. Mit einem Börsenwert von 684 Milliarden Euro ist der von Elon Musk geführte Konzern mehr wert als die weltweit nächstgrößeren Autobauer Toyota, Volkswagen, Nio, BYD, Daimler, General Motors, BMW, GWM und Honda zusammen.
Um diese Börsenbewertung zu rechtfertigen, müsste Tesla eines Tages mehr als die Hälfte aller weltweit verkauften Autos produzieren und gewinnbringend verkaufen – selbst dann wäre die Aktie nicht preiswert.
Es bedarf keiner spektakulären Meldungen mehr, damit die Kurse steigen. Auch dass Tesla es nicht mit Autos, sondern verkauften CO2-Zertifikaten schafft, schwarze Zahlen zu bilanzieren, interessiert offenbar wenig. Stattdessen kaufen Anleger in der Erwartung, dass andere Investoren auf die Gewinneraktie setzen. Allein 2020 gewann der Hersteller von Elektroautos mehr als eine halbe Billion Euro an Börsenwert hinzu. Das gab es noch nie.