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Kommentar Der Verkauf von Slack an Salesforce ist aus der Not geboren

Der Preis ist üppig, doch der Verkauf an Salesforce erfolgt nicht ganz freiwillig: Der Kommunikationsdienst Slack ist zu klein, um allein zu bestehen.
02.12.2020 - 16:09 Uhr Kommentieren
Der Deal zeigt einmal mehr die Marktmacht der großen Technologiekonzerne. Quelle: Reuters
Salesforce übernimmt Slack

Der Deal zeigt einmal mehr die Marktmacht der großen Technologiekonzerne.

(Foto: Reuters)

Die Rhetorik ist euphorisch, wie üblich. Die Übernahme von Slack durch Salesforce biete eine „riesige Gelegenheit“, erklärt Stewart Butterfield, Gründer und Chef des Kommunikationsspezialisten, der das Geschäft auch künftig führen wird. Mehr noch: Es handle sich um den strategisch klügsten Zusammenschluss „in der Geschichte der Software“.

Tatsächlich gibt es für den Deal Argumente, die über den stolzen Kaufpreis hinausgehen. Das kann allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Verkauf nicht ganz freiwillig erfolgt. Unternehmer Butterfield hat in der Vergangenheit seine Unabhängigkeit betont und mehrere Angebote abgelehnt. Die Konkurrenz durch Microsoft, die Slack das Leben erschwert, lässt ihn nun umdenken. Das könnte den ganzen Markt in Bewegung bringen.

Entstanden als Nebenprodukt bei der Entwicklung eines Computerspiels, hat sich Slack zu einer vielseitigen Kommunikationsplattform für den Arbeitsplatz weiterentwickelt. Das Produkt gilt als ausgereift, gerade bei Programmierern ist es wegen der technischen Möglichkeiten beliebt – so lassen sich damit viele Arbeitsprozesse automatisieren.

Trotzdem hat Slack in den vergangenen Monaten gegenüber Microsoft deutlich an Boden verloren: Der IT-Gigant vermarktet seine Programm Teams im Paket mit seiner Bürosoftware Office, teils als kostenlose Dreingabe, die zudem mit anderen Produkten aus dem eigenen Haus klug integriert ist. Vielen Kunden reicht das, sie probieren andere Lösungen erst gar nicht aus.

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    Gegen diese Marktmacht kommt Slack nicht allein an – was daran abzulesen ist, dass das Unternehmen trotz des Homeoffice-Booms in der Coronakrise kein außerordentliches Wachstum vorweisen kann. Salesforce mit seiner großen Vertriebstruppe und der tiefen Verankerung in der Wirtschaft wird sicher dabei helfen, das Produkt zu verkaufen.

    Analysten halten Kettenreaktion für möglich

    Der Deal zeigt einmal mehr die Marktmacht der großen Technologiekonzerne. Wenn sie in ein Geschäft einsteigen, kann es für kleinere Konkurrenten düster aussehen, trotz ausgereifter Produkte. Ein Angebot, wie Slack-Chef Butterfield es früher vermutlich abgelehnt hätte, wird dann womöglich zu einer Option.

    Analysten halten es für denkbar, dass im Markt für Cloud-Plattformen nun eine Kettenreaktion in Gang kommt – und beispielsweise Google auf die neue Konkurrenz reagiert. An Kapital für Investitionen und Übernahmen mangelt es den großen IT-Konzernen jedenfalls nicht – anders als den kleinen Konkurrenten.

    Mehr: Kampfansage an Microsoft: Salesforce kauft Slack für knapp 28 Milliarden Dollar

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