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Kommentar Fünf Lehren aus dem Börsenerfolg von Tesla

Kommen ein paar wichtige Punkte zusammen, sind Investoren sogar bereit, viel Geld für ein recht kleines Unternehmen mit fast keinem Gewinn auszugeben.
14.06.2020 - 16:23 Uhr Kommentieren
Cooles Design bis in die Details hilft, den Unternehmenswert zu steigern. Quelle: Reuters
Tesla an der Ladestation

Cooles Design bis in die Details hilft, den Unternehmenswert zu steigern.

(Foto: Reuters)

Die Aktie von Tesla hat in der vergangenen Woche kurzfristig den Kurs von 1000 Dollar überschritten. Danach sackte sie wieder etwas ab. Trotzdem ist das Unternehmen immer noch gut so viel wert wie alle deutschen Autokonzerne zusammen. Und das, obwohl es von den Stückzahlen her noch ein Zwerg ist und bisher kaum Gewinn macht.

Ist das gerechtfertigt? Die Frage kann man stellen, und einige Analysten sehen das Papier kritisch. Noch interessanter ist aber: Welche Lehren lassen sich aus dem Fall Tesla ziehen? Was muss ein Unternehmen tun, damit die Anleger die gegenwärtigen Zahlen in den Wind schlagen und allein auf die Zukunft setzen?

  1. Eine charismatische Führungsfigur ist enorm wichtig. Und dabei schadet es nicht einmal, wenn er oder sie ab und zu durchgeknallt ist, Konflikte anheizt oder sich mit einem Joint vor die Kamera setzt. Besser verrücktes Charisma als Langeweile. Die Erfahrung hat auch Apple gemacht: Die Firma startete erst richtig durch, als der Gründer Steve Jobs zurückkam.
  2. Das Produkt muss innovativ sein, braucht technisch aber nicht völlig neu zu sein. Elektroautos gab es schon vor 100 Jahren, aber Elon Musk hat sie ganz anders vermarktet, als man zuvor gewohnt war.
  3. Cooles Design ist extrem wichtig – auch hier ist Apple ein gutes Beispiel. Cool heißt nicht unbedingt wahnsinnig originell – es muss einfach stimmig und kompromisslos sein. Als schön empfundene Gesichter, das weiß man, haben häufig durchschnittliche Proportionen. Seltsamerweise fällt vielen Autoherstellern das Design jedoch schwer.
  4. Software macht den Unterschied. Tesla hat weder das Rad noch den Elektromotor neu erfunden, und selbst Batterien gibt es anderswo zu kaufen. Entscheidend ist eine Software, die das Produkt für den Kunden zu einem neuen Erlebnis macht.
  5. Wenn die anderen Punkte stimmen, sind die Investoren für lange Zeit bereit, das Ausbleiben von Gewinnen zu akzeptieren. Hierfür ist Amazon ein gutes Beispiel. Wer Aktien nach Fundamentaldaten kauft, kam auch bei diesem Unternehmen zu spät.

Ein Punkt kann auch wichtig sein: dass das Unternehmen in seinem Bereich quasi eine Monopolstellung oder jedenfalls einen erdrückenden Marktanteil hat. Dafür ist unter anderem Netflix ein Beispiel. Ob Tesla das am Ende schafft, ist noch offen.

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