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KommentarKonfrontation kostet Wohlstand – auch in China

Der Preis für geopolitische Blockbildung ist hoch für Peking: Das Wachstum der zweitgrößten Volkswirtschaft wird sich abschwächen.Nicole Bastian 05.03.2023 - 17:00 Uhr
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Das Scheinparlament begann seine Sitzung am Sonntag.

Foto: IMAGO/Xinhua

Eigentlich sollte 2023 das große Jahr der Erholung für die chinesische Wirtschaft sein. Denn erst im Dezember des vergangenen Jahres sind die Covid-Restriktionen weggefallen, die die Wirtschaft gelähmt hatten. Für ein Aufholjahr nimmt sich das am Sonntag ausgegebene Wachstumsziel von Premierminister Le Keqiang von „um die fünf Prozent“ für chinesische Verhältnisse aber bescheiden aus. Zumal die Regierung mit einer höheren Verschuldung in diesem Jahr durchaus aktiver die Wirtschaft stabilisieren und ankurbeln will.

Ja, verglichen mit den USA und Europa sind fünf Prozent preisbereinigtes Wachstum immer noch viel. Und ja, vielleicht hat die Führung in Peking konservativ geplant, damit die neue Regierung zum Jahresende überraschen kann. Dennoch wird klar: Die Zeiten, in denen die chinesische Wirtschaft im Selbstfahrmodus beachtlich wuchs, sind vorbei.

Vor dem Covidausbruch lag das Wachstum in der Dekade 2010 bis 2019 zwischen sechs und mehr als zehn Prozent. In den kommenden Jahren werden es eher zwischen vier und fünf Prozent sein, prognostiziert auch der Internationale Währungsfonds.

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