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Kommentar Metro hat den Wandel im Einzelhandel verschlafen

Nicht nur bei der Tochter Real hat der Handelskonzern Fehler gemacht, für die er jetzt teuer bezahlen muss. Viel Zeit zum Umsteuern bleibt Metro nicht.
29.12.2019 - 14:56 Uhr Kommentieren
Der Metro-Konzern sitzt auf fast 300 Häusern mit einem riesigen Modernisierungsstau und viel zu viel Fläche. Quelle: dpa
Real-Warenhaus

Der Metro-Konzern sitzt auf fast 300 Häusern mit einem riesigen Modernisierungsstau und viel zu viel Fläche.

(Foto: dpa)

Lange Zeit war das Sortiment der Schlüssel zum Erfolg im Lebensmittelhandel. Wer die richtigen Waren beschaffte – und am besten noch zum günstigsten Einkaufspreis –, der musste sich keine Sorgen machen. Dann rannten ihm die Kunden regelmäßig den Laden ein. Denn im Gegensatz zu anderen Warenkategorien hat der Lebensmittelhandel ja einen riesigen Vorteil: Die Produkte verbrauchen sich und müssen fast täglich nachgekauft werden.

Große Märkte wie Real waren da lange im Vorteil, dank ihres riesigen Sortiments lockten sie die Kunden ins Geschäft. Doch darauf hat sich der Eigentümer Metro zu lange ausgeruht und dabei übersehen, wie sich die Branche und insbesondere die Wünsche der Kunden verändert haben.

Aus zwei Richtungen kam der Wandel: Zum einen haben die Supermärkte und Discounter ihr Angebot verbreitert, bis auch dort kaum mehr Wünsche offen blieben. Der Markt ist übersättigt, an jeder Ecke gibt es Lebensmittel zu kaufen, kaum ein Verbraucher setzt sich noch ins Auto und fährt zum großen Wochenendeinkauf zum Real vor der Stadt.

Zum anderen ist das Non-Food-Segment ins Netz abgewandert, das bessere Margen als die Lebensmittel bietet – und ohne das das Geschäftsmodell des SB-Warenhauses nicht funktioniert. Doch anstatt in die Real-Märkte zu investieren, wie es Konkurrenten wie Aldi, Lidl, Edeka und Rewe mit Milliardensummen vormachten, hat Metro so lange zugeschaut, bis es zu spät war.

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    Nun sitzt sie auf fast 300 Häusern mit einem riesigen Modernisierungsstau und viel zu viel Fläche, die Verlust machen und nur noch schwer verkäuflich sind. Dieses Verhalten war leider lange typisch für den Handelskonzern. Auch im Kerngeschäft Großhandel hat Metro den Wandel zunächst verschlafen, die wachsende Konkurrenz durch Einzelhändler und Lieferdienste nicht ernst genommen, die Modernisierung der Märkte vernachlässigt. Jetzt steuert das Unternehmen um – doch die Zeit läuft ihm davon.

    Mehr: Die schwierige Situation bei Real ist kein Einzelfall. Viele Betreiber von Warenhäusern stehen vor Herausforderungen. Es drohen Standortschließungen.

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