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Kommentar Post-Chef Appel pokert hoch, aber mit einem guten Blatt

Die Deutsche Post will ihren Aktionären eine milliardenschwere Rekorddividende auszahlen. Das Unterfangen ist nur auf den ersten Blick riskant.
10.03.2020 - 16:10 Uhr Kommentieren
Der Post-Chef will Anleger zur Hauptversammlung am 13. Mai mit einer Dividende von 1,25 Euro je Aktie belohnen. Quelle: AFP
Frank Appel

Der Post-Chef will Anleger zur Hauptversammlung am 13. Mai mit einer Dividende von 1,25 Euro je Aktie belohnen.

(Foto: AFP)

Wenn das kein Schnäppchen ist! Wer am Montag Aktien der Deutschen Post zum Kurs von knapp 24 Euro erwarb, den wird der Konzern zur Hauptversammlung am 13. Mai mit einer Dividende von 1,25 Euro belohnen. Das jedenfalls stellt Konzernchef Frank Appel nun in Aussicht, der die Ausschüttung je Anteilsschein um zehn Cent zu erhöhen gedenkt. Rechnerisch ergibt sich daraus eine Dividendenrendite von 5,25 Prozent – und das in nur zwei Monaten.

Appel, der auf ein Rekordjahr mit 4,1 Milliarden Euro Betriebsgewinn zurückblicken kann, will damit nicht zuletzt Aktionäre einfangen, die ihm in den vergangenen vier Wochen in Scharen davongelaufen sind. Fast 33 Prozent an Wert verlor die Aktie zwischen 12. Februar und vergangenem Montag. Weit mehr noch als das teure Aus für den Streetscooter, das 2020 einen Sonderverlust von rund 400 Millionen Euro hinterlassen wird, bereitete Anlegern zuletzt das Coronavirus Sorgen.

Daran ist die Post nicht unschuldig. 60 bis 70 Millionen Euro habe die Krise den Konzern im Februar gekostet, berichtete Appel vor zehn Tagen. Ob man die angepeilten fünf Milliarden Euro Betriebsergebnis 2020 halten werde, sei ungewiss. Die Auswirkungen der weltweiten Virusepidemie seien eben kaum vorhersehbar.

In einer solchen Situation nun eine Rekorddividende, die den Konzern gut 1,75 Milliarden Euro kosten wird? Ein riskantes Unterfangen ist das nur auf den ersten Blick. Denn der Post-Konzern, in den vergangenen Wochen noch Opfer des weltweit ins Stottern geratenen Welthandels, könnte in den nächsten Wochen von den absehbaren Lieferengpässen profitieren. Wer dringend Ersatzteile benötigt, wird sie sich dann per Express besorgen müssen.

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    Nach dem Einbruch im Februar ziehe die Nachfrage in der Sparte schon wieder an, heißt es. Sogar Engpässe seien zu erwarten. Posttochter DHL ist mit ihrer Airline Marktführerin in Asien, da dürfte die Kasse demnächst wieder klingeln.

    Mehr: Die Deutsche Post verdient mehr und erhöht die Dividende – trotz Coronavirus

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