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Kommentar Schult unsere Lehrer!

Deutsche Lehrer hängen bei ihrer Digitalkompetenz im internationalen Vergleich weit hinterher, zeigt die Schulvergleichsstudie TIMSS. Das wird zu einem immer größeren Problem.
08.12.2020 - 14:51 Uhr Kommentieren
Mit digitalen Programmen könnten Lehrer auch im analogen Unterricht jeden Schüler genau da abholen, wo er mit seiner Leistung steht. Quelle: dpa
Geografieunterricht mithilfe von Laptops

Mit digitalen Programmen könnten Lehrer auch im analogen Unterricht jeden Schüler genau da abholen, wo er mit seiner Leistung steht.

(Foto: dpa)

Berlin Die neue TIMSS-Studie zum Stand unserer Viertklässler offenbart, dass deren Wissen in Mathematik und Naturwissenschaften seit 2007, dem Jahr des Beginns der Testdurchführung, kein bisschen besser geworden ist. Am Interesse und der Lernfreude der Kinder liegt es nicht, die sind nämlich sehr hoch. Versagt hat das Schulwesen – und das ausgerechnet bei Qualifikationen, die für den Industriestandort Deutschland essenziell sind. 

Was besonders ärgerlich ist: Die Kultusminister sind nicht imstande, dafür zu sorgen, dass unsere Lehrer sich vernünftig fortbilden. Diesbezüglich liegt Deutschland weit unter dem Schnitt der OECD-Länder und auch der EU.

Ausgerechnet in IT und bei den Techniken, wie man Klassen mit sehr unterschiedlichen Schülern unterrichtet, ist der Rückstand groß. Die Autoren können dabei nicht sagen, ob das am fehlenden Angebot für die Lehrer liegt – oder an ihrem mangelnden Interesse. Der Blick in die Praxis zeigt, dass beides relevante Faktoren sind. Hinzu kommt, dass viele Kultusminister sich scheuen, Lehrer schlicht zu bestimmten Fortbildungen zu verpflichten.

Das alles zusammen ist für den Bildungs- und Wirtschaftsstandort Deutschland desaströs – und zwar nicht nur für die Bewältigung der Coronakrise in den Schulen, sondern darüber hinaus.

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    Gerade jetzt, da viele Bundesländer wegen der anhaltend hohen Infektionszahlen den Wechselunterricht ausbauen müssen oder gar komplett auf Fernunterricht umsteigen, zeigt sich die unzureichende IT-Qualifikation vieler Lehrer wieder allzu deutlich. Je weniger sie die Situation managen können, desto größer ist der Schaden für unsere Kinder.  

    Viel wichtiger sind aber digitale Instrumente ganz generell für das Unterrichten zunehmend heterogener Klassen. Gerade weil mittlerweile fast jedes vierte Grundschulkind ausländische Eltern hat und die Grundschulen auch noch die Inklusion stemmen müssen, brauchen sie dringend Werkzeuge, um jedes Kind genau da abzuholen, wo es mit seiner Leistung steht – auch im analogen Unterricht. Dafür gibt es heute hervorragende digitale Programme. Sie müssen aber auch eingesetzt werden.

    Davon würden übrigens auch potenziell leistungsstarke Heranwachsende profitieren: Diese Gruppe ist in Deutschland leider deutlich kleiner als im internationalen Durchschnitt. Das ist für den Industriestandort Deutschland im globalen Wettbewerb ein immer größer werdendes Problem.

    Mehr: Kommentar: Lehrer müssen einsehen, dass in der Krise ein Extrabeitrag notwendig ist

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