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Kommentar Vorbild Tesla: Die Airlines sollten sich zum elektrischen Fliegen bekennen

Die von der Pandemie gebeutelte Branche macht beim Thema Klimaschutz keine gute Figur. Nötig wäre jetzt eine große Vision – Elon Musk hat es vorgemacht.
14.06.2021 - 14:36 Uhr 2 Kommentare
Airbus arbeitet mit Hochdruck an der Entwicklung von mit Wasserstoff betriebenen Passagier-Flugzeugen. Quelle: Airbus
Airbus-Konzept für emissionsfreies Fliegen

Airbus arbeitet mit Hochdruck an der Entwicklung von mit Wasserstoff betriebenen Passagier-Flugzeugen.

(Foto: Airbus)


Die Lufthansa will mit dem Jumbo Boeing 747 nach Mallorca fliegen, Emirates nutzt den Riesenjet Airbus A380 auch für kurze Distanzen. Nachrichten wie diese sollen zeigen: Die Nachfrage im Luftverkehr zieht nach Monaten wieder deutlich an.

Doch die Airlines liefern Aktivisten und der Politik damit in der Debatte um den Klimaschutz jede Menge Munition. Mit einem spritfressenden Vierstrahler zum Urlaubstrip? Deutlicher könnte man kaum zeigen, dass etwas schiefläuft im Luftverkehr.

Nun muss man mit brachialer Kritik an den Airline-Managern vorsichtig sein. Der Einsatz der Großjets für die Kurz- und Mittelstrecke ist eine temporäre Erscheinung. Die plötzlich stark anschwellende Nachfrage gegen Ende der Pandemie überfordert das System. Viele Flugzeuge sind noch geparkt und müssen erst wieder ausgepackt werden, Crews müssen geschult werden. Das dauert.

Doch geschickt agiert die Luftfahrtbranche beim Thema Klimaschutz derzeit nicht. Natürlich ist sie von der Pandemie gebeutelt. Die Schuldenberge sind gigantisch, jeder Passagier, der zahlt, ist wichtig. Doch statt gebetsmühlenartig die gewaltigen Hürden für nachhaltiges Fliegen zu betonen und ständig nach der Politik zu rufen, müssen die Luftfahrt-Manager endlich raus aus der Defensive und rein in die Offensive.

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    Vieles wird schon gemacht. Die Lufthansa kooperiert enger mit der Bahn, man versucht, die Effizienz der etablierten Flugzeug-Generationen zu erhöhen. Es gibt erste Versuche mit nachhaltigem Flugbenzin.

    Das reicht aber nicht: Die Branche braucht eine große Vision, an der sie sich orientieren kann. Airlines und Flugzeughersteller sollten deshalb gemeinsam das Ziel vorgeben, auf Kurzstreckenflügen auf den elektrischen Antrieb umzustellen.

    Das mag für viele mehr nach Utopie und weniger nach Vision klingen. Doch auf kürzeren Distanzen und mit kleineren Jets ist der elektrische Antrieb möglich. Dazu müssen allerdings alle verfügbaren Kräfte gebündelt werden. Ein klar formuliertes Fernziel wird helfen, genau das zu erreichen.

    Die Autoindustrie hat es vorgemacht. Tesla-Chef Elon Musk wurde anfangs wegen seiner Idee belächelt. Etliche Male hat der Unternehmer die eigenen Ziele und Zeitvorgaben gerissen. Doch mittlerweile haben sich alle großen Hersteller der Elektromobilität verschrieben.

    Airbus-Verwaltungsratschef René Obermann hat es im Handelsblatt-Interview gesagt: Fliegen kann energieeffizient und emissionsfrei werden. Es wird auf dem Weg dahin sicherlich Rückschläge geben. Doch es wäre grob fahrlässig, deshalb von dem Vorhaben abzulassen. Die Menschen wollen auch künftig fliegen.

    Mehr: Mit radikalen Ideen und Wasserstoff wollen sich Flugzeugbauer und Airlines neu erfinden

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    2 Kommentare zu "Kommentar: Vorbild Tesla: Die Airlines sollten sich zum elektrischen Fliegen bekennen"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Leider sind es immer mehr Schreiberlinge die von keiner Ahnung über physikalische oder technische Zusammenhänge ihre absolut unnötige, überflüssige Meinung verbreiten. Wie gut E-Autos funktionieren wissen wir mittlerweile, deswegen kommt ein Tesla auf der Strecke Trier - Farnkfurt nie vor mir an. Von hier nach Südfrankreich oder Portugal schon garnicht. Beim Flieger funkioniert es aber leider nicht mit der Zapfstellen Suche.

    • elektrisch fliegen - und die Batterien fliegen hinterher?
      Lieber Herr Koenen, ein Minimum an physikalischem Wissen wäre nicht schlecht, um sich nicht mit technischer Ahnungslosigkeit zu blamieren.

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