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KommentarWo bleibt der Kanzler-Wumms gegen den Wohlstandsverlust?

Investoren kehren der Republik den Rücken – und der Regierung von Olaf Scholz fallen als Gegenmittel nur immer neue Subventionen ein. Dabei ist längst etwas anderes nötig.Martin Greive 15.08.2023 - 09:23 Uhr
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Deutschlands Kanzler scheint ratlos ob der Herausforderungen.

Foto: IMAGO/Chris Emil Janßen

Klappern gehört zum Handwerk. Und so stemmt sich Olaf Scholz mit aller Macht gegen das mediale Untergangsgetöse, das aus Sicht des Kanzlers völlig unberechtigterweise über die deutsche Wirtschaft angestimmt wird.

„Deutschland ist ein guter Wirtschaftsstandort“, findet der Kanzler – sogar in der Halbleiter-Produktion. Mit anderen Worten: Jetzt hört doch mal auf, den Standort schlechtzureden.

Wer Scholz und anderen Regierungsvertretern dieser Tage zuhört, hat nicht den Eindruck, als hätten sie den Ernst der Lage erkannt. Ja, eine Konjunkturflaute ist kein Drama. Deutschland hat aber längst größere Wirtschaftsprobleme, nämlich strukturelle. Und das ist inzwischen auch dem Letzten aufgefallen.

Investoren, die nicht vom Staat mit Subventionen gepäppelt werden, kehren Deutschland den Rücken. Das zeigen die Statistiken. Und wer ihnen nicht traut, kann sich in persönlichen Gesprächen ein Bild machen. Auf kaum eine andere große Volkswirtschaft blicken internationale Investoren inzwischen so skeptisch wie auf die deutsche.

Es bräuchte also langsam mal einen Plan, einen Kanzler-Wumms gegen den Wohlstandsverlust. Doch in Berlin herrscht bislang vor allem eines: Ratlosigkeit.

Die größte Idee in der Koalition gegen den drohenden Niedergang ist ein Industriestrompreis. Doch eine weitere Subvention wird den Standort sicher nicht nach vorn bringen. Das geplante Bürokratieabbaugesetz zielt in die richtige Richtung, wird aber ebenso wenig den Durchbruch bringen wie Christian Lindners Erleichterungen für die deutsche Wirtschaft, die in der Summe ein geringeres Volumen haben als die Subventionen für Intels Werk in Magdeburg.

Es braucht glaubwürdige Fortschrittspolitik

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