Morning Briefing: Scholz lebt mit der „Ricola“-Strategie auf
Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,
wenn sich die Ampelkoalition heute im Schloss Meseberg zu ihrer ersten Klausurtagung trifft, wird Medienkritik eine Rolle spielen. Schließlich hat Tagungsleiter Olaf Scholz am gestrigen Montagabend Abend im ZDF bei „Was nun?“ versucht, seinen Absturz in den Umfragen rechtzeitig vor den Landtagswahlen in Schleswig-Holstein und NRW abzufangen.
Seine Regierung treffe keine Entscheidung im Stil einer PR-Abteilung, versicherte der Kanzler – und dass die Ausladung des Bundespräsidenten Mitte April durch die Ukraine ein „ganz bemerkenswerter Vorgang“ sei, der ihn vom Besuch in Kiew abhält: „Das steht der Sache im Weg.“
Zum Parteifreund, Amtsvorvorgänger und Putin-Lobbyisten Gerhard Schröder fällt dem Sozialdemokraten ein, er finde es „völlig unvertretbar“, dass der Ex-Regierungschef seine Jobs bei Rosneft und Nord Stream weiter wahrnimmt: „Ich glaube, dass man auch nach dem Amt als Bundeskanzler eine Verpflichtung hat, die dem Amt folgt.“