Elektromobilität: Elon Musk verändert mit seiner Rabattstrategie den E-Automarkt
Tesla-Chef Elon Musk hat die Preise zuletzt deutlich gesenkt. Das belastet die Marge des Unternehmens spürbar.
Foto: IMAGO/USA TODAY NetworkNew York, Düsseldorf. Den Gewinneinbruch hat Tesla-Chef Elon Musk einkalkuliert. Denn der Elektroautohersteller hat seine Strategie zuletzt deutlich geändert. Nach Jahren mit Rekordgewinnen will Tesla nun mit Rabatten den Absatz ankurbeln und sich so Marktanteile sichern.
Das lässt sich an den Zahlen ablesen: Das US-Unternehmen hat seine Fahrzeuge in den ersten drei Monaten 2023 für durchschnittlich 46.000 Dollar verkauft – ganze 6200 Dollar oder rund zwölf Prozent weniger als vor einem Jahr. Das lässt auch die Gewinne sinken. Nach 3,3 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum verdiente Tesla im ersten Quartal nur noch 2,5 Milliarden Dollar, die operative Gewinnmarge fiel von 19,2 auf 11,4 Prozent.
„Wir haben uns entschieden, den Absatz anzuschieben und die Flotte auszubauen“, sagte Musk auf der Analystenkonferenz, „das ist besser als ein niedriger Absatz mit höheren Gewinnmargen.“ 1,8 Millionen Autos will Tesla dieses Jahr ausliefern, im ersten Quartal waren es rund 440.800 Autos.
Geld will Musk künftig nicht allein mit Fahrzeugen verdienen. Man wolle nun rasch die Zahl der Fahrzeuge auf der Straße erhöhen, erklärte der Tesla-Chef, später könne man dann Software verkaufen um, „in der Zukunft die Gewinnmargen zu ernten“. Schon heute verlangt Tesla für bestimmte Versionen seines Fahrassistenten Autopilot sowie für die Option FSD 6000 bis 15.000 Dollar. Mit dem Durchbruch des autonomen Fahrens hofft Musk auf noch höhere Umsätze mit Software.