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Clemens Fuest im Interview „Rückkehr zur Normalität erreichen wir wohl erst durch einen Impfstoff“

Der Ifo-Präsident begrüßt, dass Lockerungen jetzt endlich in Gang kommen – wenn auch erst langsam. Die Debatte über eine Exit-Strategie befürwortet er.
15.04.2020 - 19:58 Uhr Kommentieren
Der Ifo-Präsident fordert mehr Daten als Informationsgrundlage, um den Öffnungsprozess zu gestalten. Quelle: dpa
Clemens Fuest

Der Ifo-Präsident fordert mehr Daten als Informationsgrundlage, um den Öffnungsprozess zu gestalten.

(Foto: dpa)

Clemens Fuest gehörte zur ersten Wissenschaftlergruppe, die sich für einen schrittweisen Ausstieg aus dem Stillstand ausgesprochen hat. Der Ifo-Chef meint: Etwas mutiger hätte die Politik sein dürfen.

Herr Fuest, befinden wir uns mit den ersten Schritten der Lockerung jetzt in einer Übergangsphase?
Genau. Diese Krise hat ja drei Phasen: zuerst den Lockdown, dann die schrittweise Lockerung, und schließlich die Rückkehr zur Normalität. Die dritte Phase werden wir wohl erst dann erreichen, wenn es einen Impfstoff gibt.

Halten Sie die jetzt beschlossenen vorsichtigen Lockerungen für richtig?
Es ist auf jeden Fall ein positives Zeichen, viele Geschäfte wieder zu öffnen, auch wenn sich mir nicht erschließt, wieso das an der Größe der Läden und nicht nur an Abstands- und Hygieneregeln hängen soll. Wenn ich aber daran denke, dass vor zwei Wochen noch gar nicht über einen Exit geredet werden sollte, ist es ein erheblicher Fortschritt, dass es jetzt eine breite Debatte gibt.

Helfen die Beschlüsse der Wirtschaft?
Durchaus. Sehr positiv finde ich, dass es bei der Bundesregierung einen Stab geben soll, der mittelständische Firmen beim Erhalt der Lieferketten unterstützt. Man braucht da staatliche Koordinierung, weil aktuell jedes Land eigene Regeln hat, welche Firmen produzieren dürfen und welche nicht. Wenn es da keinen Austausch der Regierungen gibt, dann funktioniert auch hierzulande der Öffnungsprozess nicht.

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    Ist es sinnvoll, die Schulen weiter geschlossen zu halten?
    Es ist grundsätzlich sinnvoll, wenn die Kultusminister jetzt einen Plan für die schrittweise Öffnung erarbeiten, auch wenn ich mich frage, warum das nicht schon geschehen ist. Was jetzt aber ganz schnell geschehen muss, ist, dass sich Lehrer wieder um benachteiligte Kinder kümmern, die zu Hause schlecht lernen können und keine digitalen Zugänge haben.

    Welche Vorschläge Ihrer Expertengruppe sehen Sie zu Unrecht ignoriert?
    Sehr vieles ist aufgegriffen worden. Was mir noch fehlt, sind gezielte Verbesserungen der Statistiken. Wir brauchen viel mehr Daten als Informationsgrundlage, um den Öffnungsprozess zu gestalten.

    Mehr: Ausstieg aus dem Shutdown: Merkel kündigt vorsichtige Öffnung an

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