1. Startseite
  2. Politik
  3. Deutschland
  4. Altmaier lehnt Inzidenz-Grenze von 35 ab – Lockerungen sollen auch bei mehr als 50 möglich sein

Corona-LockdownAltmaier lehnt Inzidenz-Grenze 35 ab – und fordert Lockerungen auch bei mehr als 50

Der Bundeswirtschaftsminister will viele Branchen aus dem Lockdown befreien, auch wenn die Inzidenz über 50 liegt. Das geht aus seinem Positionspapier für die Bund-Länder-Beratungen am Mittwoch hervor.Frank Specht, Silke Kersting, Gregor Waschinski und Till Hoppe 01.03.2021 - 17:45 Uhr Artikel anhören

Der Wirtschaftsminister schlägt sich nun voll auf die Linie der Unternehmen.

Foto: Reuters

Berlin. Bei der Frage, wie viel Freiheit sich Deutschland in der Pandemie erlauben kann, klammerten sich Bund und Länder stets an klare Schwellenwerte. Zunächst galten 50 gemeldete Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche als entscheidende Wegmarke für Öffnungen. Vergangenen Monat senkten Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten die entscheidende Sieben-Tage-Inzidenz schlagartig auf 35 – „insbesondere vor dem Hintergrund der Unsicherheit bezüglich der Verbreitung von Virusmutanten“, wie es in dem Beschluss hieß.

Nun könnte der 35er-Wert wieder an Bedeutung verlieren. Auch das 50er-Ziel gerät unter dem Öffnungsdruck ins Schwanken. Vor der nächsten Schaltkonferenz am Mittwoch rütteln Regierungsvertreter an den Zahlen, die bislang als Orientierung dienten, wann Einzelhandel oder Gastronomie wieder öffnen können.

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) sprach sich am Montag in der „Bild“-Zeitung für Lockerungen aus, auch wenn der Inzidenzwert höher als 50 liege: „Wir haben mit viel mehr Tests eine etwas größere Bandbreite.“

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) geht ebenfalls auf Distanz zum bisherigen Öffnungsmaßstab. „Oberhalb einer Inzidenz von 50 Infektionen je 100.000 Einwohner eines Bundeslandes, eines Landkreises oder einer kreisfreien Stadt sind Lockerungen zulässig, wenn sie in Verbindung mit zusätzlichen Schutzmaßnahmen im Einzelfall vertretbar sind“, heißt es in einem Papier aus dem Bundeswirtschaftsministerium (BMWi), das dem Handelsblatt vorliegt.

Mehr zum Thema
Unsere Partner
Anzeige
remind.me
Jetziges Strom-/Gaspreistief nutzen, bevor die Preise wieder steigen
Anzeige
Homeday
Immobilienbewertung von Homeday - kostenlos, unverbindlich & schnell
Anzeige
IT Boltwise
Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik
Anzeige
Presseportal
Direkt hier lesen!
Anzeige
STELLENMARKT
Mit unserem Karriere-Portal den Traumjob finden
Anzeige
Expertentesten.de
Produktvergleich - schnell zum besten Produkt