Energie: „Es geht ums nackte Überleben der energieintensiven Industrie“
Wittenberg. Manchmal hilft nur noch Optimismus. Am Montag, dem Tag nach der Bundestagswahl, äußert Carsten Franzke, Geschäftsführer des Düngemittelherstellers SKW Piesteritz, die Hoffnung, „dass die Politiker die Probleme erkannt haben und zeitnah angehen“. Die hohe Wahlbeteiligung sei „ein klares Signal an die Politik, sich der Sorgen und Nöte der Menschen anzunehmen“.
Sorgen und Nöte hat Franzke reichlich. Sein Unternehmen steht unter massivem Druck, weil die Energiekosten ausufern.
Die Politik trägt einen großen Teil der Verantwortung dafür, kritisiert er: „Politische Fehlentscheidungen treffen uns ins Mark. Die Zusatzbelastungen, die die Bundespolitik uns aufgebürdet hat, summieren sich bei uns jährlich zu zweistelligen Millionenbeträgen“, sagt Franzke im Gespräch mit dem Handelsblatt.