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EU-Strategie Forschungsministerin Karliczek will Europa zum „Kontinent des grünen Wasserstoffs“ machen

Der Ministerin gelingt es, in der Pandemie Punkte zu sammeln. Gerade beim Thema „grüner Wasserstoff“ glänzt Karliczek. Am Dienstag steht ein wichtiger Termin an.
20.07.2020 - 17:41 Uhr 2 Kommentare
Deutschland soll in Sachen Wasserstoff die Funktion der grünen Lokomotive übernehmen. Quelle: imago images/Agentur 54 Grad
Anja Karliczek

Deutschland soll in Sachen Wasserstoff die Funktion der grünen Lokomotive übernehmen.

(Foto: imago images/Agentur 54 Grad)

Berlin Anja Karliczek galt noch bis zur kurzem als Problem-Personalie des Kabinetts Merkel IV. Sogar Bayerns Ministerpräsident Markus Söder forderte offen ihre Ablösung. Doch das hat sich in der Krise geändert. Die Corona-Pandemie verhalf der blassen Newcomerin zu Glanz und Dauerpräsenz in den Medien – von der Impfstoffforschung bis zum Digitalpakt.

Ihren neuesten Coup startet die Westfälin am Dienstag. Gemeinsam mit ihren Amtskollegen will sie Europa zum „Kontinent des grünen Wasserstoffs“ machen – das heißt: globale Wettbewerber abhängen und zugleich das Klima retten. Deutschland soll die Funktion der grünen Lokomotive übernehmen, machte Karliczek am Vorabend des ersten informellen Forschungsminister-Treffens unter deutscher Ratspräsidentschaft in Berlin klar: „Ich möchte die verschiedenen Ansätze zu einem Roadmap-Prozess zusammenführen“, sagte sie dem Handelsblatt. „Wir müssen beim Thema Wasserstoff in Europa gemeinsam ehrgeizig sein.“

Vor kurzem erst hatte die EU-Kommission eine Wasserstoffstrategie vorgestellt. Schön und gut, „es genügt aber nicht, wenn die Kommission einen Ansatz nur verkündet“, sagt Karliczek selbstbewusst Richtung Brüssel. „Wir müssen ihn mit hohem Tempo und mit Ehrgeiz umsetzen.“

Um Wasserstoff schnell zur Energie der Zukunft zu machen, will sie nun eine „Verzahnung der europäischen und nationalen Anstrengungen“ und dazu als erstes die nationale Förderpolitik eng abstimmen. Denn die große Masse der Forschungsmittel vergeben in der EU die Nationalstaaten, die Kommission hat dabei nur einen kleinen Anteil.

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    Damit hebt Karliczek die deutsche Wasserstoffinitiative auf die europäische Ebene – und sich gleich mit. Gerade erst hat Berlin sieben Milliarden Euro für den Markthochlauf von Wasserstofftechnologien in Deutschland und weitere zwei Milliarden für den Aufbau internationaler Partnerschaften freigemacht. Das will Karliczek nun offenbar orchestrieren.

    Schlag auf Schlag

    Sie macht erneut deutlich, dass sie ausschließlich grünen Wasserstoff fördert. Anders als Wirtschaftsminister Peter Altmaier, der auch „blauen Wasserstoff“ auf der Basis von Erdgas propagiert. Es geht also Schlag auf Schlag bei Karliczek.

    Erst Montagmorgen hatte die 49-Jährige die Verdreifachung der Mittel für die Erforschung des Coronavirus verkündet, die ihr Haus in Rekordzeit vergibt. Umgehend lief die News über die Nachrichtenkanäle. Dabei handelt es sich, gemessen an der knappen Milliarde für die Impfstoffforschung, mit seinem Volumen von 45 Millionen Euro nur um ein kleines Programm.

    Daneben bescherte ihr auch das Schuldesaster Bonuspunkte: Während die Länder seit Monaten mit schlechtem Homeschooling und chaotischen Öffnungskonzepten den Zorn der Eltern entfachen, organisierte die Bundesbildungsministerin eine Milliarde Euro zusätzlich für Leih-Laptops und IT-Schultechniker. Es ist ein wenig wie bei Söder: Auch Karliczek hat die Coronakrise bisher geschickt genutzt, um ein neues, professionell-aktives Bild von sich zu zeichnen.

    Mehr: Nationale Wasserstoffstrategie: Bundesnetzagentur zögert mit Genehmigung für Modellprojekte.

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    2 Kommentare zu "EU-Strategie: Forschungsministerin Karliczek will Europa zum „Kontinent des grünen Wasserstoffs“ machen"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • "Europa zum „Kontinent des grünen Wasserstoffs“ machen – das heißt: globale Wettbewerber abhängen und zugleich das Klima retten." Liebe Frau Ministerin K. - es gibt neueste Forschungsergebnisse die Vorweisen, dass es noch einfacher geht als mit Wasserstoff, der zur Herstellung erstmal ne Menge schmutzigen Strom benötigt. Darum sollten Sie dringend von den Patenten und Lizenzen der Berliner Neutrino-Energy Group informiert werden. In Russland hat man das Thema der Energiefrage bereits neu geplant und auf die Titelseite des "Moskauer Express" präsentiert. . Prof. KRAUSE, einstiger Bundesverkehrsminister a.D., gibt gerade sein neues Buch "Das ewige Licht" heraus und wird an der Moskauer Universität Neutrino-Technologie dozieren. Die günstigste und sauberste Variante basiert auf der Neutrino Technologie. Eine mobile und dezentrale Energienutzung über die Neutrinovoltaic kann jetzt möglich werden, denn sie wird die Photovoltaik ergänzen und ablösen, denn sie kann auch in vollkommener Dunkelheit Energie wandeln. Die Patente der Berliner Neutrino Energy Group sind bereit. Die Einführung der Neutrinovoltaik zur Gewinnung von elektrischem Strom unter dem Einfluss verschiedener elektromagnetischer Strahlung, einschließlich hochenergetischer kosmischer Neutrinos ist jetzt machbar. Die auf Neutrinovoltaik-Technologie basierenden DC-Neutrinoquellen sind sehr kompakt und wetterunabhängig, erzeugen in einem Grundmodus 24h x 365 Tage Strom und können in Gerätegehäuse oder sogar in Elektroautos eingebaut werden. Sie sind in der Lage, sowohl Geräte als auch einzelne Haushalte und Elektroautos ohne Anschluss an eine zentrale Stromversorgung vollständig mit Strom zu versorgen. Mobile und dezentrale Haushaltsenergie sowie unendliche Reichweiten für die Elektromobilität werden unser Leben weltweit positiv wandeln. Deutsche Ingenieure, Russische Investoren und bald an der amerikanischen Börse zum Ende des Jahres, Neutrino-Energy wird uns ganz weit nach vorne bringen.

    • Wie bescheuert muß man sein um so einen Schwachsinn zu verkünden. Unsere sogenannte Regierung besteht nur noch aus ambitiösen, dummen Vollpfosten, die jedem Mist der irgendwo probagiert wird hinter herlaufen. Beim deutschen Arbeitgeberverband ist gerade wieder ein sehr treffender Artikel zu dem Thema grüne Energiegewinnung veröffentlich worden."Fiese Fasern": Carbonfasern in Windkraftanlagen"
      Interessiert natürlich kein Schwein denn wir gewinnen ja soviel "grünen Strom" um daraus mit einem Scheißwirkungsgrad "grünen Wasserstoff" zu gewinnen. Daß wir dafür weder die Infrastruktur noch die Abnehmer haben ist genauso unwichtig wie der E-Auto Schrott Verkauf.Diesen müssen ja erst die nächsten Generationen abarbeiten.

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