Evelyn Palla: Diese Frau soll die Deutsche Bahn retten
Berlin, Frankfurt. Sie gilt als anpackend und undogmatisch, als uneitel und loyal. Vermutlich deshalb ist Evelyn Palla inner- und außerhalb der Deutschen Bahn so beliebt, vermutlich deshalb fielen die Reaktionen auf die Meldung, wonach sie die Nachfolgerin von Bahn-Chef Richard Lutz werden soll, fast ausschließlich positiv aus. Sie wird die erste Frau an der Spitze des bundeseigenen Konzerns: Am Montagmorgen bestätigte Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) die Personalie.
Dass die bisherige Regionalvorständin offenbar so vielen sympathisch ist, dürfte mehrere Gründe haben: etwa die Tatsache, dass sie als einzige im Bahn-Vorstand einen Lok- und einen Busführerschein besitzt und damit weiß, wovon sie redet. Auch mit ihrer Herkunft kann sie punkten, wie sie selbst einmal erzählte.
Die 52-Jährige, Mutter dreier Kinder, stammt aus Bozen. Viele Deutsche würden persönliche und meist gute Erlebnisse mit Südtirol verbinden, da sei es nicht schwierig, erzählte sie, schnell ins lockere Gespräch zu kommen.
Erfolgsbilanz bei DB Regio
Ausschlaggebend für Pallas Benennung dürfte aber ihr bisheriger Erfolg als Managerin gewesen sein: Ihr Bereich, die DB Regio, erwirtschaftet seit dem vergangenen Jahr wieder Gewinn. Im ersten Halbjahr 2025 lag er bei 103 Millionen Euro. Ein Jahr zuvor hatte die Regionalsparte noch einen erheblichen Verlust verzeichnet.