Forschung: Wissenschaft fordert mehr Sicherheit für Forschungsdaten
Berlin. Zum Startschuss soll es 15 Millionen Euro geben, die Forschern dabei helfen, unabhängig von Amerika zu werden. Ob wertvolle Klima- und Gesundheitsdaten oder bedeutsame Archive der Sozialwissenschaften, die US-Präsident Donald Trump und seiner Regierung zuwiderlaufen: Wer derartige Daten sichert oder gar neue Datenbanken aufbaut, kann sich seit wenigen Tagen um Fördergeld bewerben.
Das Programm des Bundesforschungsministeriums, verwaltet von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), soll der erste Schritt zur digitalen Datensouveränität sein. Ziel ist ein unabhängiges Wissenschafts- und Forschungssystem in Deutschland und Europa.
Es gibt nur ein Problem: Im Bundeshaushalt ist dafür kein Cent vorgesehen. Das Geld, so hofft das Ministerium, soll aus dem beschlossenen Sondervermögen fließen. Doch bislang sind die vielen Milliarden gesperrt. Sowohl das Finanzministerium als auch die Haushälter wollen jedes Projekt überprüfen, bevor Geld fließt.
Diese Woche werden die Haushälter final den nächsten Etat beraten – und damit auch über das Geld für die Forschungsdateninfrastruktur entscheiden. „Wir haben die feste Zusage“, sagte DFG-Präsidentin Katja Becker.