Gaspreisbremse: Entlastung durch Stufenmodell
Michael Vassiliadis, Veronika Grimm und Siegfried Russwurm (von links) erläuterten am Montag ihren Vorschlag für die Gaspreisbremse zur Entlastung von Verbrauchern und Unternehmen.
Foto: IMAGO/Jürgen HeinrichBerlin. Die von der Bundesregierung eingesetzte Expertenkommission Gas und Wärme beziffert die Kosten ihrer Vorschläge für eine Dämpfung des hohen Gaspreisniveaus auf insgesamt 91 Milliarden Euro.
Nach Angaben von IG-BCE-Chef Michael Vassiliadis, neben der Wirtschaftsweisen Veronika Grimm und BDI-Chef Siegfried Russwurm einer der drei Vorsitzenden der Kommission, entfallen davon 66 Milliarden Euro auf private Haushalte sowie Gewerbe, Handel und Dienstleistungen. Weitere 25 Milliarden veranschlagt die Kommission für große Verbraucher aus der Industrie.
Wie viel die Gaspreisbremse tatsächlich kostet, hänge aber stark von den tatsächlichen Marktpreisen für Gas ab. Die drei Kommissionsvertreter betonten, dass sich deshalb noch Abweichungen nach oben oder unten ergeben könnten.
Die Kommission hatte am Montag ihre ersten Ergebnisse vorgestellt. Sie bezeichnete ihre Vorschläge als „Zwischenbericht“. Details werde man noch im Oktober erarbeiten, hieß es. Kommissionschefin Grimm betonte, es sei vor allem darum gegangen, eine schnelle Lösung zu finden. „Mit dem Wunsch an uns, eine enorm schnelle, unbürokratische, aber gleichzeitig zielgenaue und bezahlbare Gaspreisbremse zu schaffen, hat man uns die Aufgabe für ein Puzzle gegeben, aber nur die Hälfte der Puzzleteile“, sagte sie dem Handelsblatt mit Blick auf die Anforderungen der Bundesregierung.