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Impfkampagne Bund und Länder heben Priorisierung für Astra-Zeneca auf – Impfangebot für Jugendliche bis Sommerferien-Ende

Die Menschen in Deutschland können sich künftig ohne Priorisierung mit Astra-Zeneca impfen lassen. Auch Jugendliche sollen schnellstmöglich in die Impfkampagne einbezogen werden.
06.05.2021 Update: 06.05.2021 - 18:10 Uhr Kommentieren
Der CDU-Politiker macht Tempo beim Impfen von Schülern. Quelle: dpa
Gesundheitsminister Jens Spahn

Der CDU-Politiker macht Tempo beim Impfen von Schülern.

(Foto: dpa)

Berlin Bund und Länder haben am Donnerstag die Aufhebung der Bevorzugung von Risikogruppen beim Impfstoff von Astra-Zeneca beschlossen. Das teilte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) nach Beratungen mit seinen Länderkollegen in Berlin mit. Einige Länder waren mit dieser Entscheidung bereits in den vergangenen Wochen vorgeprescht.

Auch soll die Zweitimpfung nicht mehr zwingend erst nach zwölf Wochen erfolgen, sagte der CDU-Politiker. Es liege dann im Ermessen des Arztes, wann der vollständige Impfschutz eintrete.

Außerdem planen Bund und Länder, schnellstmöglich auch Jugendliche in die Impfkampagne miteinbeziehen. Es sei das gemeinsame Ziel, allen Zwölf- bis 18-Jährigen bis zum Ende der Sommerferien ein Impfangebot mit dem Vakzin von Biontech gemacht zu haben, heißt es in dem Beschlusspapier der Konferenz der Gesundheitsminister, das dem Handelsblatt vorliegt.

Der Impfstoff befindet sich derzeit im Zulassungsverfahren der Europäischen Arzneimittelbehörde für jüngere Menschen. Mit einem Ergebnis rechnen Bund und Länder im Juni.

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    Weiter heißt es in dem Papier:

    • Für die Erst- und Zweitimpfung dieser Jahrgänge seien etwa zehn Millionen Dosen Biontech notwendig. „Bund und Länder werden sicherstellen, dass diese Menge an Dosen für diese Altersgruppe für die ersten geplanten Impfungen gesichert ist.“ Denn anders als alle älteren Jahrgänge könnten sie vorerst nur mit dem Impfstoff von Biontech geimpft werden.
    • Jedes Land soll bis Ende Mai ein Konzept erarbeiten, das die skizzierten Impfungen bis zum Ende der Sommerferien sicherstellt.
    • Dies könne beispielsweise durch ausdrückliche Einladung dieser Jahrgänge in die Impfzentren geschehen, durch Reihenimpfungen in den Schulen oder auf vergleichbaren Wegen.
    • Die Gesundheitsministerkonferenz werde Anfang Juni bei den Ländern eine entsprechende Abfrage zum Stand der Konzepte und Planungen in den Ländern starten und der Konferenz der Ministerpräsidenten dazu berichten.

    Befreiung von Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen

    Nach Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) sind in Deutschland bislang 8,6 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft, 30,6 Prozent haben mindestens eine Erstimpfung erhalten.

    Derweil hat der Bundestag vor dem Hintergrund sinkender Corona-Infektionszahlen die Verordnung verabschiedet, nach der Geimpfte und Genesene von Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen befreit werden.

    Die Verordnung soll nun am Freitag vom Bundesrat verabschiedet werden, bevor sie dann am Wochenende in Kraft treten soll. Hauptargument der Regierung ist, dass Grundrechte für diese Personengruppen wieder gelten müssen, weil von ihnen keine Infektionsgefahr mehr ausgeht.

    Für sie gilt aber weiter eine Masken- und Abstandspflicht. Auch der Besuch in Gastronomie und Hotels bleibt ihnen vorerst weiter verwehrt, weil die Betriebe in den meisten Bundesländern noch geschlossen sind.

    Mehr: Warum die EU das Biontech-Patent nicht einfach freigibt

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