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Friedrich MerzRekonstruktion einer historischen Kanzlerwahl

Schlechter hätte Friedrich Merz nicht ins Kanzleramt starten können: Nach Stunden des Chaos wird er erst im zweiten Wahlgang gewählt. Beim Bundespräsidenten lief schon der Abbau.Daniel Delhaes, Martin Greive, Julian Olk 07.05.2025 - 07:16 Uhr aktualisiert Artikel anhören
Kanzler Friedrich Merz: Applaus nach der Wahl im zweiten Durchgang. Foto: REUTERS

Berlin. Die beiden Türschilder mit dem Hinweis: „Bundeskanzler Olaf Scholz“ sind verschwunden, die dafür vorgesehenen Einschübe vor den beiden Räumen direkt neben dem Eingang zum Plenarsaal des Bundestags verwaist.

Es ist morgens, kurz nach acht im Bundestag. Es ist noch ruhig. An diesem 6. Mai 2025 soll der Rückzugsort für beschäftigte Regierungschefs einen neuen Hinweis erhalten. Der vorgesehene Titel für die nächsten Jahre: „Bundeskanzler Friedrich Merz“.

Alles scheint in Ordnung zu sein. Um neun Uhr werden die 630 Abgeordneten im Plenum zusammenkommen, die Mehrheit von ihnen wird Friedrich Merz zum Kanzler wählen, damit er und die SPD danach das Land mit sicherer Hand regieren. So der Plan.

Doch es wird anders kommen. Merz scheitert im ersten Wahlgang. Danach beginnen quälende Stunden im höchsten deutschen Parlament. Erst Stunden später wird es zu einem zweiten Wahlgang kommen und das Desaster ein Ende finden. Das Handelsblatt rekonstruiert diesen historischen Tag minutengenau.

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