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KlimawandelWie die Politik der Ampel die Gesellschaft spaltet

Eine Reise durch das Land zeigt: Das handwerklich verkorkste Gebäudeenergiegesetz schürt die Unzufriedenheit mit der politischen Elite. Bislang ist nur eine Minderheit bereit, für den Klimaschutz auf Wohlstand zu verzichten.Julia Leonhardt, Jens Münchrath, Jan Hildebrand und Annika Keilen 23.06.2023 - 12:46 Uhr Artikel anhören

Der Klimawandel zerstört immer mehr den Lebensraum der Menschen – die Ampel scheitert währenddessen an ihrer Klimapolitik.

Foto: Handelsblatt
  • Die Ampel ist derzeit kaum mehr in der Lage, auf dem Weg zur Klimaneutralität die Wähler mitzunehmen. Handwerkliche Fehler in den Gesetzesvorschlägen und ungeschickte Kommunikation tragen zur Spaltung der Gesellschaft bei.
  • Das zeigt sich auch in aktuellen Umfragen: Die AfD ist auf einem Rekordhoch, der rechte Rand wird stärker und die politische Mitte schwächer.
  • Gleichzeitig zerplatzt durch steigende Energiepreise und teuren Heizungstausch die von der Politik genährte Illusion, dass Klimaschutz zum Nulltarif zu haben sei. Die Klimaneutralität bekommt plötzlich ein Preisschild – vielen erscheint es zu hoch.
  • Mit welchen sieben Ansätzen die Klimapolitik verbessert werden könnte, lesen Sie hier.

Neufahrn, Angermünde, Düsseldorf, Berlin. Bernd Evers wohnt seit 2006 in der brandenburgischen Kleinstadt Angermünde, rund eine Stunde außerhalb Berlins. Er verortet sich politisch weder an den Rändern, noch ist er besonders politisch engagiert. Doch das neue Heizungsgesetz habe das geändert.

Es sei ein Albtraum: „Das wird viele Menschen hier ganz viel Geld kosten – manche schlafen jetzt deswegen schon nicht mehr“, erzählt Evers, der gebürtig aus dem Ruhrgebiet stammt. Wählen gehe er schon lange nicht mehr. Früher habe er mal die „Arbeiterpartei“ SPD gewählt.

Jetzt kann er sich vorstellen, die AfD zu wählen. Bernd Evers arbeitet als Reinigungskraft. Er findet, Deutschland sei schon lange nicht die Wirtschaftsmacht mehr, die sie mal war.

Auch Ute Reide aus Angermünde geht seit Jahren nicht mehr zur Wahl. Auch Sie hat früher die SPD gewählt. Die deutsche Klimapolitik ist für die Seniorin eine Zumutung. Die eigentlichen Probleme würde die Regierung vergessen. Sie habe zwei Jobs, um ihre Miete bezahlen zu können und „vom Amt wegzukommen“. Reide sagt: „Die Politiker in Berlin reden nur viel, aber sie machen nichts.“

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