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Quadrell15 Behauptungen aus der TV-Debatte im Faktencheck

Merz, Scholz, Habeck und Weidel gehen sich im Vierkampf hart an. Neben scharfen Tönen wurde auch mit reichlich Zahlen und Behauptungen jongliert – und nicht immer mit richtigen.Julian Olk, Martin Knobbe, Leila Al-Serori, Dietmar Neuerer und Jan Hildebrand 17.02.2025 - 01:36 Uhr Artikel anhören
Olaf Scholz (v. l.), Robert Habeck, Friedrich Merz, Alice Weidel: Die Kanzlerkandidaten trafen beim Quadrell aufeinander. Foto: AFP

Berlin. Das erste und einzige TV-Quadrell des Bundestagswahlkampfs ist vorbei, und in Erinnerung bleiben vor allem die scharfen Attacken der Teilnehmer. Die Kanzlerkandidaten Friedrich Merz (Union), Olaf Scholz (SPD), Robert Habeck (Grüne) und Alice Weidel (AfD) haben beim Vierkampf des Fernsehsenders RTL am Sonntagabend teils hitzig diskutiert. Und dabei war es häufig Weidel, die sich verteidigen musste.

Vor allem bei der Frage, ob Deutschland weiter die von Russland angegriffene Ukraine unterstützen sollte, wurden Merz, Scholz und Habeck deutlich. Scholz warf der AfD-Chefin vor, sie produziere „nur noch heiße Luft“. Weidel entgegnete, der Kanzler habe „Politik gegen die Bevölkerung gemacht“.

Merz erklärte an Weidel gerichtet: „Ich werde alles tun, um zu verhindern, dass Sie jemals politische Verantwortung in diesem Land übernehmen.“ Habeck warf Weidel vor, sie würde sich „Putin einfach unterwerfen“. Beim Thema Wirtschaft wiederum waren es vor allem Merz und Weidel, die sich gegen Vorschläge von Rot-Grün stellten.

Dem Quadrell wurde in den Parteien im Vorfeld große Bedeutung beigemessen. Die Wahlumfragen haben sich in den vergangenen Wochen kaum bewegt – wohl, weil sich etwa 40 Prozent der Wahlberechtigten offenbar noch nicht entschieden haben, für welche Partei sie ihre Stimme abgeben wollen. Im Nachgang des Quadrells hieß es dann von vielen Parteistrategen unisono, das Duell werde den Wahlkampf nicht entscheidend beeinflusst haben – zu erwartbar seien die Themen und die Antworten gewesen.

Aber stimmten die Antworten auch? Alle vier Kandidaten versuchten mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg, ihre Thesen zu untermauern. Und mal war das sachlich korrekt – und mal nicht näher zu belegen. Zeit für den Handelsblatt-Faktencheck.

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