Lehrermangel: So wollen die Kultusminister mehr Lehrer ausbilden
Völkingen. Angesichts des Lehrermangels eröffnet die Kultusministerkonferenz (KMK) neue Wege zum Lehrerberuf. Nach einem Beschluss vom Freitag sollen auch Ein-Fach-Lehrkräfte mit nur einem Studienfach sowie Absolventen sogenannter Quereinstiegs-Masterstudiengänge und dualer Studiengänge Lehrer werden können, teilte die KMK in Völklingen im Saarland mit.
Die neue Regelung wolle auch die Mobilität der zusätzlich gewonnenen Lehrkräfte über Ländergrenzen hinweg erleichtern. Dabei sollten gleichwertige Chancen auf Einstellung und gerechte Besoldung sichergestellt werden, hieß es.
„Wir stehen vor der Herausforderung, die Lehrkräftebildung flexibler und durchlässiger zu gestalten“, sagte als KMK-Präsidentin die saarländische Ressortchefin Christine Streichert-Clivot (SPD). „Mit den neuen Regelungen für die Qualifizierung und Mobilität von Lehrkräften, die über alternative Wege in den Beruf kommen, stärken wir nicht nur die Lehrkräfteversorgung, sondern fördern auch die Anerkennung verschiedener Bildungs- und Professionalisierungswege.“ Gleichzeitig sollten Länder weitere Möglichkeiten bekommen, auf länderspezifische Bedarfssituationen zu reagieren.