1. Startseite
  2. Politik
  3. Deutschland
  4. Sozialversicherung: Was die höheren Sozialabgaben die Arbeitnehmer kosten

SozialversicherungWas die höheren Sozialabgaben die Arbeitnehmer kosten

Die Beitragsbemessungsgrenzen in der Sozialversicherung steigen 2026. Doch wie verträgt sich das mit dem Versprechen der Union, Bürger und Unternehmen zu entlasten?Daniel Delhaes, Martin Greive, Britta Rybicki und Frank Specht 08.10.2025 - 08:58 Uhr Artikel anhören
Bärbel Bas (SPD): Die Arbeitsministerin folgt nur den gesetzlichen Vorgaben. Foto: Henning Kaiser/dpa

Berlin. Die von Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) geplante Anpassung der Beitragsbemessungsgrenzen in der Sozialversicherung ist in der heutigen Sitzung des Bundeskabinetts Thema. Die Mitglieder der Bundesregierung dürften der Verordnung zustimmen, durch den Bundestag muss sie danach nicht noch einmal.

Zuvor hatten die Pläne für viel Aufregung gesorgt. Die Union müsse hier „klare Kante zeigen“, forderte der Präsident des Steuerzahlerbunds, Reiner Holznagel, in der „Bild“. „Sonst haben Millionen Beschäftigte zum Jahreswechsel weniger Netto im Portemonnaie.“

Die Mittelstandsbeauftragte der Bundesregierung, Gitta Connemann (CDU), kritisierte, es werde immer nach dem gleichen Muster Politik gemacht: „Rauf mit den Abgaben statt unpopulärer Struktur- und Leistungsreformen.“

Dabei dürften beide Kritiker wissen, dass die maßgebenden Rechengrößen der Sozialversicherung laut Gesetz jährlich an die Einkommensentwicklung angepasst werden. Die Bundesregierung habe dabei „kein normatives Ermessen“, heißt es im Verordnungsentwurf für die Anpassung, den Bas in die Ressortabstimmung gegeben hat und der dem Handelsblatt vorliegt.

Die Aufregung erklärt sich aber auch daher, dass es in der Union seit einiger Zeit brodelt. Denn von dem von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) angekündigten „Herbst der Reformen“ in der Sozialpolitik ist bisher nicht viel zu spüren – während die Abgabenlast, die sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber teilen, weiter steigt. „Die Unternehmen sehnen sich nach einem echten Befreiungsschlag, und die Sozialpolitik ist dafür prädestiniert“, sagte der Generalsekretär des CDU-Wirtschaftsrats, Wolfgang Steiger, dem Handelsblatt.

Mehr zum Thema
Unsere Partner
Anzeige
remind.me
Jetziges Strom-/Gaspreistief nutzen, bevor die Preise wieder steigen
Anzeige
Homeday
Immobilienbewertung von Homeday - kostenlos, unverbindlich & schnell
Anzeige
IT Boltwise
Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik
Anzeige
Presseportal
Direkt hier lesen!
Anzeige
STELLENMARKT
Mit unserem Karriere-Portal den Traumjob finden
Anzeige
Expertentesten.de
Produktvergleich - schnell zum besten Produkt