TV-Triell mit Baerbock, Laschet und Scholz: „Töricht“, „fettes Problem“: Bei der Steuer- und Wirtschaftspolitik zoffen sich die Kanzlerkandidaten
Die Steuerpolitik war eines der Themen, bei denen die drei Kandidaten am heftigsten aneinandergerieten.
Foto: APBerlin. Armin Laschet (CDU) hat Annalena Baerbock (Grüne) und Olaf Scholz (SPD) im ersten TV-Triell der drei Kanzlerkandidaten wegen ihrer Steuerpolitik scharf angegriffen. Die Steuererhöhungspläne der Sozialdemokraten und der Grünen seien „töricht“, sagte Laschet in der Runde mit Baerbock und Scholz.
Es sei die gewohnte Herangehensweise von SPD und Grünen, „immer wenn man kann“, Steuern zu erhöhen. Der CDU-Chef verwies auf die Pläne der beiden Parteien, den Spitzensteuersatz zu erhöhen und die Vermögensteuer wieder einzuführen.
Laschet versprach hingegen Erleichterung: Die Union wolle den Solidaritätszuschlag auch für die oberen zehn Prozent Einkommensbezieher abschaffen und zudem kleine und mittlere Einkommen entlasten. Auch sollten die Unternehmensteuern gesenkt werden, damit die Wirtschaft investieren und Arbeitsplätze schaffen könne.
Die von der Union versprochenen Steuererleichterungen wurden wiederum von Baerbock und Scholz scharf kritisiert. Der Bundesfinanzminister sagte, Leute wie er, mit einem Einkommen von rund 200.000 Euro, bräuchten keine Steuerentlastung.
Auch Steuersenkungen für Unternehmen mit hohen Gewinnen seien angesichts der Staatsschulden nach der Corona-Pandemie nicht drin, so der SPD-Kanzlerkandidat. Die SPD wolle, dass der Spitzensteuersatz erst bei höheren Einkommen greife, dafür aber um drei Prozent erhöht werde.