DB Schenker: Das plant der Logistiker DSV nach der Schenker-Übernahme
Berlin, Düsseldorf. Der dänische Logistiker DSV hat das Rennen um DB Schenker, die Logistiktochter der Deutschen Bahn, für sich entschieden. Das erfuhr das Handelsblatt am Donnerstag aus Regierungs- und Bieterkreisen. Damit hat sich DSV gegen den letzten verbliebenen Mitbewerber, den Finanzinvestor CVC, durchgesetzt.
Die Dänen haben laut den Kreisen ein rechtlich bindendes Angebot von etwa 14 Milliarden Euro für 100 Prozent der Bahn-Tochter vorgelegt. Angesichts des 2023 abgelieferten Betriebsgewinns (Ebit) von 1,1 Milliarden Euro und vergleichbarer Marktbewertungen von Wettbewerbern hatte das Handelsblatt vorab einen fairen Verkaufspreis von 13,5 Milliarden Euro errechnet.
Der Deal muss nun noch vom Aufsichtsrat der Deutschen Bahn abgesegnet werden. Eine Sprecherin des Konzerns wollte sich zum Stand des Verkaufsprozesses nicht äußern, dieser sei vertraulich. Auch DSV wollte keinen Kommentar abgeben. Zuerst hatte die Nachrichtenagentur Reuters berichtet.
Die Aktie von DSV stieg am Donnerstag in Frankfurt zeitweise um etwa neun Prozent.
Aus einem Papier des Konzerns, das dem Handelsblatt vorliegt, wird deutlich, was der dänische Logistiker nach der Übernahme von Schenker vorhat.