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Verwaltung60 Prozent der Behördenchefs halten den Staat für überfordert

Dass Bürgerinnen und Bürger oft an Behörden verzweifeln, ist nicht neu. Aber auch in der Verwaltung selbst gibt es große Zweifel an der Leistungsfähigkeit des Staates – vor allem bei einem Thema.Frank Specht 02.04.2025 - 04:05 Uhr Artikel anhören
Ausrangierte Aktenordner: Die digitale Verwaltung lässt aus Sicht von Behördenchefs noch zu wünschen übrig. Foto: dpa

Berlin. Mitarbeitervertretungen des Berliner Landesamts für Flüchtlinge weisen in einem Brandbrief auf massiven Personalmangel und schwierige Arbeitsbedingungen hin. Die Gewerkschaft Verdi appelliert an die künftige Bundesregierung, die Handlungsfähigkeit der Kommunen wiederherzustellen. Der Landesrechnungshof in Mecklenburg-Vorpommern wirft der Landesregierung Versäumnisse bei der Digitalisierung vor.

Dies sind nur einige Meldungen aus den vergangenen Monaten, die illustrieren, wie es um die öffentliche Verwaltung in Deutschland bestellt ist. Doch nicht nur Bürgerinnen und Bürger klagen über fehlende Kundenorientierung, Bearbeitungsstau bei Anträgen oder Korrespondenzen per Brief. Auch 60 Prozent der Verwaltungsmitarbeiter selbst sagen, dass der Staat überfordert und nicht mehr in der Lage ist, seine Aufgaben zu erfüllen.

Das ergibt eine Onlinebefragung der Privathochschule Hertie School, an der sich 463 Behördenleitungen und -beschäftigte sowie 137 externe Verwaltungsexperten aus IT- und Beratungsunternehmen sowie der Wissenschaft beteiligt haben. Die Ergebnisse der gemeinsam mit der Beratungsgesellschaft Wegweiser Research & Strategy durchgeführten Studie liegen dem Handelsblatt vor.

„Die Umfrage belegt, dass die deutsche Verwaltung dringend ein Update braucht, um ihre aktuellen Aufgaben besser zu bewältigen und handlungsfähig zu sein“, sagt Gerhard Hammerschmid, Professor für öffentliche Verwaltung an der Hertie School und wissenschaftlicher Leiter der Studie. Bürgerinnen und Bürger erlebten den Staat primär über seine Verwaltung. „Ist diese mangelhaft, sinkt auch das Vertrauen in den Staat“, betont Hammerschmid.

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