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Bergkarabach Armenien und Aserbaidschan beraten in Moskau über Konflikt

Auf Einladung Russlands kommen beide Länder diesen Freitag zusammen. Auch Frankreich mischt sich mit Präsident Emmanuel Macron in den Konflikt ein.
09.10.2020 Update: 09.10.2020 - 12:28 Uhr Kommentieren
Die überwiegend von christlichen Armeniern bewohnte Region Bergkarabach gehört völkerrechtlich zum mehrheitlich islamischen Aserbaidschan, hat sich aber losgesagt. Quelle: dpa
Ein Soldat der armenischen Armee feuert eine Kanone ab in der Region Bergkarabach

Die überwiegend von christlichen Armeniern bewohnte Region Bergkarabach gehört völkerrechtlich zum mehrheitlich islamischen Aserbaidschan, hat sich aber losgesagt.

(Foto: dpa)

Moskau/Paris Im Konflikt um die Kaukasus-Region Bergkarabach kommen die Außenminister von Armenien und Aserbaidschan auf Einladung Russlands an diesem Freitag in Moskau zusammen. Die Regierungen in Eriwan und Baku hätten die Teilnahme ihrer Minister bestätigt, sagte eine Sprecherin des russischen Außenministeriums, wie die Nachrichtenagentur RIA meldete.

Aus der armenischen Hauptstadt Eriwan wurde Außenminister Zohrab Mnatsakanyan erwartet, aus der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku Jeyhun Bayramow. Russlands Präsident Wladimir Putin hat die Konfliktparteien zur Vereinbarung einer Waffenruhe aufgefordert und die Vermittlung seines Landes angeboten.

Frankreich sieht Fortschritte in Richtung einer baldigen Waffenruhe für die Konfliktregion. „Wir bewegen uns bald auf einen Waffenstillstand zu, auch wenn die Lage immer noch fragil ist“, hieß es am Freitag aus Kreisen des Élysée-Palasts. Präsident Emmanuel Macron habe sich erneut mit Armeniens Regierungschef Nikol Paschinjan und Aserbaidschans Präsident Ilham Aliyev beraten.

In einem Krieg nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion vor rund 30 Jahren verlor Aserbaidschan die Kontrolle über das Gebiet. Bergkarabach wird heute von christlichen Karabach-Armeniern bewohnt. Seit 1994 gilt eine brüchige Waffenruhe. Russland, die USA und Frankreich vermitteln in dem Konflikt mit der sogenannten Minsk-Gruppe der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa.

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    Da Armenien von Russland und Aserbaidschan von der Türkei unterstützt werden, droht der Konflikt im Südkaukasus zu eskalieren. Dort verlaufen wichtige Erdgas- und Öl-Pipelines, durch die Aserbaidschan den Weltmarkt beliefert.

    Mehr: Armenien und Aserbaidschan werfen sich gegenseitig Kriegsverbrechen vor

    • rtr
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