Carly Fiorina: Die Ex-Managerin gegen Hillary
Bis 2005 leitete sie den IT-Riesen Hewlett-Packard.
Foto: apSan Francisco. Einmal hätte sie Hillary Clinton beinahe schon zu Fall gebracht: Ende Februar geißelte Carly Fiorina in einer Rede in Washington die Praxis der Clinton-Stiftung, Spendengelder von Staaten anzunehmen, die Frauen einfachste Menschenrechte verweigern. Die daraufhin losgetretene Diskussion brachte Clintons mühsam aufgebautes Bild der Verteidigerin der Frauen in aller Welt schwer ins Wanken. Diesen Pfeiler ihrer Wahlstrategie saniert die demokratische Kandidatin immer noch.
Fiorina ist scharfzüngig, geht keiner Konfrontation aus dem Weg und ist der komplette Gegenentwurf zur ehemaligen Außenministerin und First Lady Hillary Clinton. Die 60-jährige Fiorina, geboren als Cara Carleton Sneed in Austin (Texas) war Managerin und wurde dann erst Politikerin. Die Republikanerin verachtet liberale Klimajammerer, findet Obamacare nicht gut und Netz-Neutralität schon gar nicht. Am heutigen Montag will sie ihre Ambitionen auf das amerinaiche Präsidentenamt offiziell machen. Dass sie es tut, daran gibt es keinen Zweifel mehr. Auf Twitter wirbt sie bereits für ihre Kandidatur.
Der Dodd-Frank-Act, der dem Casino an der Wall Street nach der Wirtschaftskrise strengere Regeln auferlegte, sorgt ihrer Meinung nach nur dafür, dass die Großen größer werden und die Kleinen verschwinden. Die Dürre-Krise in Kalifornien führt sie auf falsche Weichenstellungen liberaler Politik zurück. Wichtige Staudamm-Projekte wären etwa aus falsch verstandenem Umweltschutz nicht realisiert worden.