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China und USA Die Zeichen im Handelsstreit stehen auf Beschwichtigung – vorerst

Entspannungssignale von allen Seiten: Der US-Handelsbeauftragte telefoniert mit Chinas Vizepremier. Beide Seiten haben das Phase-1-Abkommen noch nicht beerdigt.
25.08.2020 Update: 25.08.2020 - 19:01 Uhr Kommentieren
Nach der kurzfristigen Absage der USA gibt es nun doch Gespräche zwischen den zwei größten Volkswirtschaften der Welt. Quelle: Reuters
Flaggen USA und China

Nach der kurzfristigen Absage der USA gibt es nun doch Gespräche zwischen den zwei größten Volkswirtschaften der Welt.

(Foto: Reuters)

Peking Nach einer immer weiteren Verschlechterung der Beziehungen zwischen China und den USA standen die Zeichen am Montag auf Deeskalation. In einem Telefongespräch zogen der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer und der chinesische Vizepremier Liu He Zwischenbilanz zum Phase-1-Abkommen zwischen den USA und China.

Das Treffen war eigentlich für den 15. August geplant, dann aber überraschend abgesagt worden. Noch in der vergangenen Woche hatte US-Präsident Donald Trump öffentlich gesagt, dass er „im Augenblick“ nicht mit China reden wolle. Mit Blick auf das Coronavirus kritisierte er, was China der Welt angetan habe, sei „unvorstellbar“ gewesen.

Der harsche Ton hatte Furcht vor einer weiteren Verschlechterung in den Beziehungen der beiden größten Volkswirtschaften der Welt geschürt. Nach dem Telefonat am Montag stimmten sowohl Peking als auch Washington jedoch mildere Worte an. In den USA hieß es, dass beide Seiten „Fortschritte“ bei der Umsetzung des Phase-1-Abkommens sähen. Das Wirtschaftsministerium in Peking sprach von einem „konstruktiven Dialog“.

Kudlow sagt dem Sender Fox News, China kaufe mehr Agrar-Rohstoffe, was Arbeitsplätze in den USA sichere. „Das Treffen ist ziemlich gut gelaufen.“

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    Die „Phase 1“-Vereinbarung hatte vorübergehend etwas Ruhe in den anhaltenden Handelsstreit zwischen den USA und China gebracht. Teil des Abkommens war es, dass sich die beiden größten Volkswirtschaften der Welt nicht mehr gegenseitig mit Strafzöllen überziehen. China verpflichtete sich im Gegenzug unter anderem zu einer deutlichen Erhöhung der Importe aus den USA.

    Beide Seiten wollten die „Bedingungen und das Klima“ schaffen, um die Umsetzung des Handelsabkommens weiter voranzutreiben, hieß es in einer Mitteilung des chinesischen Wirtschaftsministeriums am Dienstag. Sehr ähnlich klang es in einer Erklärung des US-Handelsbeauftragten: „Beide Seiten diskutierten die bedeutenden Steigerungen in der Beschaffung von amerikanischen Produkten durch China sowie künftige Schritte, die zur Erfüllung des Abkommens nötig sind.“

    China hat Importe erhöht

    Nach Einschätzung von Analysten sorgten die Signale im Handelsstreit auch für gute Stimmung an den Börsen. Die Nachrichten kämen zu einem wichtigen Zeitpunkt, da die politischen Spannungen zwischen den Supermächten stiegen und die Angst vor einer Eskalation des Handelskriegs auf dem Parkett zuletzt wieder zugenommen habe, sagte Milan Cutkovic vom Brokerhaus AxiTrader.

    Washington und Peking hatten im Phase-1-Abkommen vereinbart, dass China die Importe aus den USA bis Ende 2021 um 200 Milliarden US-Dollar im Vergleich zum Basisjahr 2017 erhöht. Doch bislang fehlt noch eine ganze Menge, bis die Volksrepublik ihren Teil der Abmachung für dieses Jahr erfüllt. Je nach Rechnung ist China bislang weniger als die Hälfte seiner Kaufverpflichtungen aus dem Abkommen nachgekommen.

    Im vergangenen Monat hat China seine Agrar- und Ölimporte aus den USA jedoch deutlich erhöht. Laut Einschätzung von Marktbeobachtern hat China mehrere Millionen Tonnen US-Rohöl geordert. Nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg hat die Volksrepublik zudem in den vergangenen Wochen große Mengen Mais aus den USA gekauft.

    Mehr: China gegen die USA: Den Preis der Abkopplung zahlen alle

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