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Coronavirus In Italien ist die Angst vor Ansteckung überall zu spüren

Das Coronavirus breitet sich weiter aus. Premier Conte bereitet Milliardenhilfen für die Wirtschaft vor und verlängert den Notstand. Das Land ist jetzt praktisch dreigeteilt.
02.03.2020 - 16:34 Uhr Kommentieren
Der Ausbruch des Coronavirus macht dem Tourismus des Landes stark zu schaffen. Quelle: dpa
Touristen tragen Schutzmasken vor dem Mailänder Dom

Der Ausbruch des Coronavirus macht dem Tourismus des Landes stark zu schaffen.

(Foto: dpa)

Rom Jetzt ist die Furcht vor der Ausbreitung des Corona-Virus auch in der Hauptstadt angekommen. Zwei Kirchen im Zentrum von Rom wurden am Sonntag geschlossen, denn ein französischer Priester, der inzwischen nach Frankreich zurückgekehrt ist, wurde positiv getestet.

Bei einem Polizisten wurde ebenfalls eine Infektion festgestellt, die Schule seines Kindes in der Provinz Rom wurde geschlossen. Die Hotels und Bed & Breakfast berichten von Stornierungen und die Straßen im historischen Zentrum sind zum Wochenbeginn deutlich leerer als sonst zu Beginn der Touristensaison im März.

In den Supermärkten bedienen die Kassiererinnen mit Gummihandschuhen, in den Banken und Behörden stehen Desinfektionsmittel am Eingang, Klassenfahrten wurden abgesagt, ebenso Termine und die Römer vermeiden Menschenansammlungen, viele Staatsangestellte sind im Homeoffice. Die Angst vor Ansteckung ist überall zu spüren.

Covid-19 hält Italien in Atem: Das Virus breitet sich weiter aus. Allein über das Wochenende gab es 500 neue Fälle, wie der Zivilschutz meldet. Aktuell sind es 1577 Fälle von Ansteckung und 34 Todesfälle. „Wir werden erst Ende der Woche sehen können, ob die Schutzmaßnahmen effektiv waren“, erklärt Silvio Brusaferro, Chef des Nationalen Gesundheitsamtes ISS.

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    Italien habe alles Mögliche getan, aber erst nach 14 Tagen könne man beurteilen, ob die Maßnahme, die beiden Herde im Norden abzuriegeln, gegriffen habe. Seit dem 23. Februar sind elf Gemeinden in der Lombardei und in Venetien von der Außenwelt abgeriegelt. In beiden Regionen wurden außerdem Schulen und Universitäten geschlossen. Das gilt für eine weitere Woche.

    Notstand verlängert – Hilfspaket geplant

    Premier Giuseppe Conte hat per Dekret noch am Sonntag den Notstand verlängert. Jetzt ist Italien praktisch dreigeteilt. Zum einen bleiben die elf Gemeinden im Norden „rote Zone“, also abgeriegelt, dort bleiben die Verbote bestehen, alles ist geschlossen, sämtliche Versammlungen abgesagt und die Versorgung von außen läuft über Sicherheits-Korridore.

    Für die Regionen im Norden und die Emilia-Romagna gilt zunächst bis zum 8. März das Verbot von Sportveranstaltungen, die Schulen bleiben zu, es gibt einen Urlaubsstopp für alle im Gesundheitswesen. „Ein Meter Abstand“ müsse garantiert sein, steht in Contes Dekret. Das gilt sowohl für Bars und Restaurants, wo nur an den Tischen bedient wird, als auch für Gottesdienste.

    Und für ganz Italien wird Heimarbeit empfohlen, wo es möglich ist. Bis zum 15. März werden alle Klassen- und Gruppenfahrten verboten und jedes Kind, das nach einer Krankheit zurück in die Schule kommt, muss ein Attest mitbringen. Alle müssen den Anweisungen des Gesundheitsministeriums folgen. Empfohlen wird häufiges Händewaschen.

    Coronavirus: „Schließen von Grenzen wäre keine angemessene Entscheidung“

    Erste Maßnahmen für die Wirtschaft und den Export hatte die Regierung schon in der vergangenen Woche beschlossen. Dazu gehören das Aussetzungen von Steuerzahlungen und die Befreiung von Energierechnungen für die betroffenen Gebiete.

    Bis Freitag soll das große Hilfspaket für die Wirtschaft des ganzen Landes stehen, das ein Volumen von 3,6 Milliarden Euro haben soll, wie Wirtschafts- und Finanzminister Roberto Gualtieri am Sonntag erklärte. Dafür nötig ist jedoch sowohl ein Entschluss des Parlaments als auch das OK der EU-Kommission, da Italien damit das vereinbarte Defizitziel überschreiten wird.  Die Verhandlungen beginnen am Mittwoch.

    Immerhin: Aus Mailand kommt ein erstes positives Signal: Der Dom wurde am Montag wieder geöffnet.       

    Mehr: So kämpfen Staaten gegen den Corona-Crash

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