Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Covid-Zertifikat EU verständigt sich bei Reiseerleichterungen: Was Sie zum europäischen Impfzertifikat wissen müssen

Reisen wird bald einfacher – noch einfacher, als es sich die EU-Mitgliedstaaten gewünscht hatten. Antworten auf die wichtigsten Fragen.
20.05.2021 Update: 21.05.2021 - 09:04 Uhr 1 Kommentar
Die EU-Staaten dürfen ab 1. Juli nicht mehr pauschal Quarantäne für Reisende anordnen. Quelle: dpa
Urlaub in Spanien

Die EU-Staaten dürfen ab 1. Juli nicht mehr pauschal Quarantäne für Reisende anordnen.

(Foto: dpa)

Brüssel Dass es einen europaweit gültigen digitalen Impfpass geben sollte, war seit Monaten klar. Was er können soll, war bis zur letzten Minute höchst umstritten. Der Unterhändler des Europaparlaments schimpfte auf die Vertreter der Mitgliedstaaten, die in drei stundenlangen Sitzungen in vielen Details hart blieben. „So harte Verhandlungen habe ich in dieser Runde noch nicht erlebt“, sagte der spanische Sozialdemokrat Juan Fernando Lopez Aguilar.

Nun aber hat sich das Parlament in wichtigen Fragen durchgesetzt: Das Zertifikat wird verbunden mit der Wiederherstellung grundlegender Rechte. Die Mitgliedstaaten wollten lieber jeder selbst entscheiden, wozu die App berechtigt.

Was wird in dem Zertifikat gespeichert?

Das „EU Covid-19 Digital Certificate“ speichert neben Name und Geburtsdatum Impfdosen und Tests. Wer erkrankt war, soll dies mit einem alten, positiven PCR-Test nachweisen können und auch damit den Geimpften und negativ Getesteten gleichgestellt werden.

Hinzu kommen Antikörpertests, die in Deutschland bisher keine Relevanz haben. Mit ihnen kann man im Nachhinein nachweisen, dass der Körper durch eine Infektion eine Immunität aufgebaut hat. Auch das kann in das Zertifikat eingetragen werden und berechtigt zum Reisen. Ein positiver Effekt davon kann sein, dass Betroffene sich mit ihrer Impfung etwas Zeit lassen und andere darum schneller drankommen.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Wie kommt man an das Zertifikat?

    In Deutschland wird ab Juni bei der zweiten Impfung oder beim Test ein QR-Code ausgegeben, der auf Papier ausgedruckt oder in einer App gespeichert wird. Die App dazu wird CovPass heißen, auch die Corona-Warn-App wird die Funktion erhalten. Diese QR-Codes gelten dann auch als digitales EU-Covid-19-Zertifikat.

    Wer jetzt schon vollständig geimpft ist, wird sich das Zertifikat beim Arzt, im Impfzentrum oder wahrscheinlich auch in einer Apotheke ausstellen lassen können. In einigen Ländern, die jetzt schon digitale Zertifikate nutzen, müssen diese ein Update bekommen.


    Wann kommt das Zertifikat?

    Am 1. Juli tritt das nun beschlossene Gesetz in Kraft. Die Staaten haben eine Übergangszeit von sechs Wochen ausgehandelt, in der sie noch nicht verpflichtet sind, das Zertifikat auszugeben. Spätestens Mitte August wird es also überall so weit sein. Die meisten EU-Länder, auch Deutschland, nehmen aber schon an einer Testphase teil, könnten also deutlich schneller sein.

    Was kann man mit dem Zertifikat machen?

    Welche Rechte es in Deutschland gibt, ist zum großen Teil Ländersache. Auf europäischer Ebene wurden nun die Grenzübertritte geregelt. Die im Zertifikat gespeicherten Daten berechtigen dazu, die Grenzen des Schengenraums wie vor der Pandemie zu überqueren – also ohne zusätzliche Auflagen wie Quarantäne oder weitere Tests.

    Bei den Impfungen ist das in der Regel zwei Wochen nach der zweiten Dosis der Fall. Bei den negativen Tests sind PCR-Tests 72 Stunden, Antigen-Schnelltests 24 Stunden gültig. Wie lange Impfungen und durchgemachte Infektionen zum Reisen ohne Auflagen berechtigen, war zunächst nicht klar und könnte sich je nach Stand der Forschung auch ändern.

    Gibt es also gar keine Reiseeinschränkungen mehr für Geimpfte, Getestete und Genesene?

    Fast. Die Staaten dürfen unter bestimmten Umständen Reisebeschränkungen erlassen. Dazu müssen sie sich auf die Erkenntnisse der Seuchenschutzbehörde ECDC berufen. Zum Beispiel könnte ein Land mit sehr niedriger Inzidenz Einreisen aus einem Land mit sehr hoher Inzidenz einschränken. Auch Mutanten können dabei eine Rolle spielen. Die Staaten müssen einen solchen Schritt im Vorhinein ankündigen und die Dauer der Maßnahme nennen.


    Was machen EU-Ausländer?

    Wer etwa aus Großbritannien oder den USA in die EU einreisen möchte, kann bei einer nationalen Gesundheitsbehörde seinen Impfnachweis vorlegen und sich dann das europäische Zertifikat ausstellen lassen. Mittelfristig könnten sich auch Länder dem europäischen System anschließen und ihren Bürgern auch einen QR-Code ausstellen, der zum Reisen in der EU berechtigt.

    Welche Impfstoffe sind relevant?

    Gespeichert werden kann jede Impfung. Zum Reisen berechtigt eine Impfung mit einem der von der europäischen Arzneimittelagentur Ema zugelassenem Impfstoff. Auch die Impfstoffe, die von der Weltgesundheitsorganisation WHO eine Notfallzulassung bekommen haben, werden anerkannt. Beide Listen stimmen bisher überein. Darauf stehen die Stoffe der Hersteller Biontech/Pfizer, Astra-Zeneca, Johnson&Johnson und Moderna.

    Die EU-Staaten können selbst entscheiden, ob sie unter den gleichen Bedingungen auch Menschen einreisen lassen, die mit anderen Impfstoffen wie Sputnik V oder Sinopharm geimpft sind. Diese Impfstoffe werden in einigen osteuropäischen Ländern verwendet.

    Was ändert sich noch?

    Auf Drängen des Parlaments sollen Tests billiger werden. Dafür stehen 100 Millionen Euro bereit. In vielen Ländern sind Schnelltests nicht so verfügbar wie in Deutschland, und PCR-Tests sind oft teuer.

    Mehr: Frust in den Arztpraxen: Warum der Impfkampagne entscheidende Wochen bevorstehen

    Startseite
    Mehr zu: Covid-Zertifikat - EU verständigt sich bei Reiseerleichterungen: Was Sie zum europäischen Impfzertifikat wissen müssen
    1 Kommentar zu "Covid-Zertifikat: EU verständigt sich bei Reiseerleichterungen: Was Sie zum europäischen Impfzertifikat wissen müssen"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • The Great Reset - mir scheint keiner nimmt das wirklich ernst und sieht, wie die Pläne von von Klaus Schwab und Co. (World Economic Forum) Schritt um Schritt umgesetzt werden. Mit dem digitalen Impfausweis kommt die Techno-Diktatur ihrem Ziel wieder ein gutes Stück näher. Und alle machen mit. "Sie werden nichts besitzen und Sie werden glücklich sein." So wurde geworben. Wir werden wie Vieh registriert und geimpft. Freiheit adé.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%