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DiplomatieTrump will „nukleares Friedensabkommen“ mit dem Iran

Erneut signalisiert der US-Präsident seine Bereitschaft für einen Deal mit dem Iran und stellt sogar eine große „Nahost-Feier“ in den Raum. Die Regierung in Teheran hält sich noch bedeckt. 05.02.2025 - 15:14 Uhr aktualisiert Artikel anhören
Donald Trump: Der US-Präsident hat dem Iran Gesprächsbereitschaft signalisiert. Foto: IMAGO/UPI Photo

Washington. US-Präsident Donald Trump hat erneut für eine Verständigung mit dem Iran im Atomstreit geworben. „Ich möchte, dass der Iran ein großartiges und erfolgreiches Land wird, das aber keine Atomwaffe haben darf“, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. Berichte, wonach die USA und Israel den Iran „in die Luft jagen“ wollten, seien stark übertrieben. Er bevorzuge ein „nukleares Friedensabkommen“, das es dem Iran ermögliche, „friedlich zu wachsen und zu gedeihen“.

„Wir sollten sofort damit beginnen und eine große Nahost-Feier veranstalten, wenn es unterzeichnet und abgeschlossen ist“, schrieb Trump weiter. Der Republikaner hatte sich bereits am Vorabend mit einer Botschaft der Gesprächsbereitschaft an den Iran gewandt, gleichzeitig aber Drohungen ausgesprochen. Seine Regierung werde „maximalen Druck“ auf den Iran ausüben, sagte er, unter anderem sollten Sanktionen angestoßen werden.

Einem hochrangigen Regierungsvertreter zufolge ist der Iran bereit, der neuen US-Regierung eine Gelegenheit zur Beilegung der Streitigkeiten zwischen den Erzfeinden zu geben. „Der Wille des Klerus ist es, der Diplomatie mit Trump eine weitere Chance zu geben“, sagte der Insider am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters. Seine Regierung sei jedoch „zutiefst besorgt über Israels Sabotage“. Wenn die USA ein Abkommen mit der Islamischen Republik anstrebten, müsse die Regierung in Washington „Israel im Zaum halten“.

Irans Außenminister Abbas Araghtschi deutete nach Trumps Äußerungen vom Vorabend ebenfalls Gesprächsbereitschaft an. „Wenn das Hauptanliegen ist, dass Iran keine Atomwaffen anstrebt, dann ist das erreichbar“, sagte er am Rande einer Kabinettssitzung in Teheran. Irans Vizepräsident Mohammed-Resa Aref äußerte sich zurückhaltender. Ein hochrangiges Treffen zwischen Trump und Irans Präsident Massud Peseschkian stehe nicht auf der Agenda.

Die iranische Führung sieht die USA als Erzfeind. Die US-Regierung traktiert den Iran auch seit langem mit weitreichenden Sanktionen.

Der Westen hatte der Islamischen Republik in der Vergangenheit immer wieder vorgeworfen, nach Atomwaffen zu streben. Zuletzt hatte sich der Streit um Irans Atomprogramm wieder zugespitzt. Nach einer förmlichen Kritik der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA kündigte Teheran die Inbetriebnahme Tausender neuer Zentrifugen zur Urananreicherung an. Derzeit reichert der Iran Uran bis zu einem Reinheitsgrad von 60 Prozent an, für Atomwaffen werden Experten zufolge mehr als 90 Prozent benötigt.

dpa, rtr
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