Donbass: Warum Russland den Vormarsch der Ukraine derzeit nicht stoppen kann
In den vergangen Tagen hat die Armee der Ukraine Vorstöße in Richtung des Donbass gemacht.
Foto: IMAGO/ITAR-TASSBerlin. Die russische Militärführung muss sich den Realitäten stellen: Als Reaktion auf den Vormarsch der ukrainischen Truppen verlegte die Marine vier ihrer U-Boote aus dem Hafen Sewastopol auf der Krim in den weiter entfernt liegenden Hafen Novorossiysk. So meldete es das britische Verteidigungsministerium am Dienstag.
Denn mit der Offensive in der Region Cherson kommt die ukrainische Armee auch näher an die Krim heran und könnte Sewastopol bald mit Drohnen erreichen, erklärte der auf Marine spezialisierte Analyst H I Sutton. Auch die aus dem Westen gelieferten Raketenwerfer, mit denen Kiew den Russen schon empfindliche Schläge versetzt hat, könnten bald die Krim treffen.
Zwar verläuft der Vormarsch der Truppen der Ukraine derzeit langsamer als noch vor einer Woche, als die Ukraine innerhalb weniger Tage 8000 Quadratkilometer ihres Territoriums befreite. Die Armee muss Gebiete absichern und Nachschublinien neu organisieren.
Stoppen wird der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski seine Truppen indes nicht, erwarten Experten. Stattdessen werde er vor dem Wintereinbruch versuchen, möglichst viel an eigenem Boden zurückzugewinnen. Sobald es kälter wird, werden Offensivaktionen schwieriger.