E-Mobilität: Brüssel macht den Weg frei für Milliardeninvestitionen in Batterieentwicklung
Sefcovic hatte 2017 die Europäische Batterieallianz ins Leben gerufen, um die Unternehmen entlang der gesamten Batterie-Wertschöpfungskette von den Rohstoffen bis zur Produktion der Batteriezellen an einen Tisch zu bringen.
Foto: BMW GroupBerlin, München, Stuttgart, Düsseldorf. Die EU-Kommission hat den Weg geebnet für ein weiteres Industriekonsortium, das Milliarden in die Entwicklung neuer Batterien in Europa investieren will. Die Brüsseler Wettbewerbshüter genehmigten am Dienstag das Vorhaben, an dem sich 42 Unternehmen aus zwölf EU-Staaten beteiligen.
Die Länder wollen in Summe neun Milliarden Euro investieren, um sowohl die etablierten Lithium-Ionen-Speicher weiterzuentwickeln als auch neue Ansätze zu erforschen. Die beteiligten Regierungen fördern die einzelnen Projekte zusätzlich mit bis zu 2,9 Milliarden Euro an Steuergeldern.
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) bezeichnete die Genehmigung als einen „sehr großen Erfolg“. Sie schaffe „die kritische Masse für das Batterie-Ökosystem in Deutschland und Europa“. Damit werde die europäische Batterie-Wertschöpfungskette Realität.
Altmaier hatte die Gespräche zwischen den beteiligten Mitgliedstaaten, Unternehmen und der Kommission in den vergangenen eineinhalb Jahren koordiniert und das Vorhaben Ende 2020 als „wichtiges Projekt von europäischem Interesse“ (IPCEI) bei der Brüsseler Behörde angemeldet. Für diese gelten gelockerte Regeln im EU-Beihilferecht.
Vor gut einem Jahr war bereits ein von Frankreich koordiniertes Konsortium um die Opel-Mutter PSA an den Start gegangen. An dem zweiten Konsortium beteiligen sich nun unter anderem der Autohersteller BMW, der Zulieferer Elring-Klinger, der Maschinenbauer Manz und der Batteriespezialist Varta. Auch der US-Hersteller Tesla ist an Bord, der im brandenburgischen Grünheide neben einem Werk für Elektroautos auch eine große Batteriefabrik errichten will.