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Freihandel mit SüdamerikaEU und Mercosur-Staaten beschließen Freihandelszone

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen hat mit den Mercosur-Staaten die „historische Partnerschaft“ besiegelt. Damit enden 25 Jahre lange Verhandlungen. Doch Frankreich wehrt sich noch.Alexander Busch, Olga Scheer, Carsten Volkery und Gregor Waschinski 08.12.2024 - 10:31 Uhr aktualisiert Artikel anhören
Ein Deal nach 25 Jahren (von links): Argentiniens Präsident Javier Milei, Uruguays Präsident Luis Lacalle Pou, EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, Brasiliens Präsident Lula da Silva und Paraguays Präsident Santiago Pena. Foto: REUTERS

Buenos Aires, Brüssel, Paris. Es ist ein Deal für die Geschichtsbücher: Nach 25 Jahren Verhandlungen hat die EU am Freitag das Handelsabkommen mit den vier südamerikanischen Mercosur-Staaten Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay beschlossen.

Das Abkommen baut nahezu alle Handelsbarrieren zwischen den beiden Wirtschaftsblöcken ab. Mit einer Bevölkerung von 770 Millionen Menschen entsteht eine der größten Freihandelszonen der Welt. Europäische Unternehmen hoffen auf einen Exportschub.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU) sprach auf dem Mercosur-Gipfel in Uruguays Hauptstadt Montevideo von einem „historischen Meilenstein“. Das Abkommen sei nicht nur eine ökonomische Chance, sondern eine politische Notwendigkeit. „In einer zunehmend konfrontativen Welt demonstrieren wir, dass Demokratien sich aufeinander verlassen können“, sagte sie.

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD), der sich stark für das Abkommen eingesetzt hatte, sagte, eine wichtige Hürde sei genommen worden. Die neue Freihandelszone bringe „mehr Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit“.

Präsident Emmanuel Macron: Frankreich will das Abkommen noch verhindern. Foto: AFP

Die politische Einigung ist allerdings nur der erste Schritt. In Europa begann sogleich der Kampf um die Ratifizierung. Gar nichts sei entschieden, hieß es in Paris. Von der Leyen habe lediglich die Verhandlungen abgeschlossen. Die Entscheidung falle aber erst im Rat der Mitgliedstaaten.

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