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GazaNothilfe-Koordinator – „Wir raten Familien von Verteilzentren ab“

Seit Übernahme der Versorgung durch eine private Stiftung eskaliert die Lage. Es gibt Tote und Verletzte an Verteilzentren. Ein Helfer berichtet über unmenschliche Zustände.Maxi Beigang 11.07.2025 - 04:12 Uhr Quelle: TagesspiegelArtikel anhören
Flüchtende Menschen nach israelischen Attacken in Gaza. Foto: REUTERS

Herr Lea, seit vier Monaten blockiert Israel internationale humanitäre Hilfe, Ende Mai übernahm die sogenannte Gaza Humanitarian Foundation mit vier Verteilungszentren im Süden des Gazastreifens einen Teil der Versorgung. Wie hat sich dies auf die Gesamtsituation für die Menschen ausgewirkt?
Wegen der Art und Weise, wie diese Zentren konzipiert worden sind, haben wir unseren Mitarbeitern und Familien davon abgeraten, zu diesen Standorten zu gehen. Weil wir davon ausgegangen sind, dass es dort zu Chaos und Gewalt kommen wird. Das hat sich jeden Tag aufs Neue bewahrheitet.

Seit Ende Mai sind fast 600 Menschen getötet und Tausende verletzt worden, als sie versucht haben, Nahrung für ihre Familien zu bekommen. Ich glaube, durch die Blockade und den sehr restriktiven Zugang an diesen Verteilungszentren wird der Grad der Verzweiflung weiter zunehmen. Sollte sich diese Verzweiflung auf so engem Raum konzentrieren, wird das gefährlich werden. Die Menschen sind bereit, alles zu tun, um Zugang zu Hilfsgütern zu erhalten und ihre Familien zu ernähren.

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