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Konjunktur Chinas Wirtschaft sendet Signale der Erholung

Der Einkaufsmanagerindex zeigt eine leicht verbesserte Stimmung der chinesischen Wirtschaft. Eine Entwarnung in der Coronakrise ist das aber noch lange nicht.
31.03.2020 - 09:30 Uhr Kommentieren

Hoffnung auf Erholung der chinesischen Märkte

Peking Chinas offizieller Einkaufsmanagerindex PMI ist nach einem Rekordtief im Vormonat im März auf 52 Punkte angestiegen, wie das nationale Statistikamt (NBS) am Dienstag mitteilte. Im Februar war der Indikator, der die Stimmung in Chinas großen Industrieunternehmen zeigt, auf 35,7 Punkte abgesackt.

Der staatlich ermittelte PMI bildet vor allem die Einschätzungen von großen und staatlichen Unternehmen ab und wird monatlich ermittelt. Ein Wert über 50 zeigt eine Expansion an, während alles unter 50 auf Konsolidierung hinweist.

Experten werteten die leichte Erholung zwar als gutes Zeichen, allerdings warnten sie auch davor, dem Index zu viel Bedeutung beizumessen. Ein Mitarbeiter der Nationalen Statistikbehörde Chinas betonte bei der Vorstellung der Zahlen am Dienstag, dass der Index zwar zeige, dass sich die Situation der Unternehmen im Vergleich zu Februar verbesserte habe.

Ein einziger Monat mit Daten könne jedoch nicht dazu herangezogen werden, um zu beurteilen, dass Chinas Wirtschaft vollständig auf ein normales Niveau zurückgekehrt sei. Nur wenn der PMI sich in die gleiche Richtung für mehr als drei Monate bewege, spiegele er einen Trend wider. „Wir müssen weiterhin auf Veränderungen achten“, so der Mitarbeiter.

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    Der PMI ist ein Indikator, der die Einschätzung der Industrie von Monat zu Monat in verschiedenen Kategorien misst. Zu diesen gehören etwa die Produktion, Lagerbestand und Beschäftigung. Die Unternehmen sollen angeben, ob sich die Situation ihrer Einschätzung nach im Vergleich zum Vormonat verbessert oder verschlechtert hat.

    Unternehmen nahmen in März Betrieb wieder auf

    Die Industrie war im Februar nahezu lahm gelegt wegen der drakonischen Vorsichtsmaßnahmen, die die chinesische Regierung ergriffen hatte, um eine weitere Verbreitung des Coronavirus zu verhindern. Im März hatten viele Unternehmen dann nach und nach ihren Betrieb wieder aufgenommen. Laut Angaben der Nationalen Statistikbehörde Chinas lag die Wiederaufnahme der Arbeit bei großen und mittelgroßen Unternehmen am 25. März bei 96,6 Prozent.

    Doch auch wenn die heimische Wirtschaft langsam wieder zur Normalität zurückkehrt, drohen nun die Produktionseinschränkungen im Ausland die chinesischen Unternehmen zu belasten. Chinas Außenhandel könnte sich gegenüber Januar und Februar weiter verschlechtern, warnte der chinesische Vize-Industrieminister Xin Guobin am Montag.

    Nach Angaben der Zollverwaltung Chinas waren die Exporte im Januar und Februar im Vergleich zu den ersten zwei Monaten des Vorjahres bereits um 17,2 Prozent eingebrochen. Die Einfuhren gingen um vier Prozent zurück.

    Am Freitag hatten Daten der chinesischen Statistikbehörde gezeigt, dass die Gewinne der größten Industrieunternehmen Chinas in den ersten zwei Monaten des Jahres gegenüber dem Vorjahr um 38,3 Prozent eingebrochen waren. Insgesamt verzeichneten 37 der 41 Industriezweige einen Rückgang.

    Laut Mitte März veröffentlichten Konjunkturdaten ist die Industrieproduktion der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt im Januar und Februar um 13,5 Prozent zurückgegangen – das größte Minus seit 30 Jahren. Die Verläufe im Einzelhandel sackten um 20,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ab.

    Die chinesische Regierung versucht mit Steuer- und Abgabenerleichterungen für Unternehmen die Auswirkungen der Krise abzumildern. Banken werden dazu angehalten, mehr Kredite auszugeben. Erst am Montag hatte die chinesische Zentralbank eine weitere Voraussetzung für mehr Liquidität im Interbankenmarkt geschaffen. Sie senkte die sogenannten Reverse Repo Rate von 2,4 Prozent auf 2,2 Prozent. Beobachter erwarten weitere Stützungsmaßnahmen in den kommenden Wochen.

    Mehr: In China laufen Fabriken wieder an, die Büros öffnen. Die Situation bleibt aber fragil – auch, weil das Coronavirus nun die westliche Welt lähmt.

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