Kreditrating: Kritiker mahnen Italien trotz jüngster Fortschritte zu Reformen
Rom. Es ist eine der bisher wichtigsten Bestätigungen für Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni: Die Ratingagentur Moody’s hat kürzlich die Bewertung des Landes von Baa3 auf Baa2 verbessert. Ausblick: stabil. 23 Jahre lang hatte sich Italiens Kreditwürdigkeit bei der Agentur nicht verbessert – es ging immer nur bergab.
Die Bewertung von Moody’s ist kein Ausreißer. Zuvor hatten auch die anderen großen Ratingagenturen Italiens Kreditwürdigkeit heraufgesetzt: Standard & Poor’s hatte Italien schon im April von BBB auf BBB+ befördert, Fitch war im September gefolgt.
Drei Jahre nach ihrem Amtsantritt bestätigen die Agenturen Meloni und ihrem Finanzminister Giancarlo Giorgetti von der rechtspopulistischen Lega-Partei also, gute Arbeit zu leisten. Und die guten Ratings laden internationale Investoren ein, italienische Staatsanleihen und den Standort Italien wieder als attraktiver, da stabiler, wahrzunehmen.