Krisenkontinent: Europa fehlt ein Notfallplan für die Trump-Rückkehr
Davos, Düsseldorf, Berlin. Donald Trump bleibt unerwähnt. Nicht ein Wort widmet Ursula von der Leyen jenem Ex-Präsidenten, der in der Nacht zuvor bei den Vorwahlen in Iowa einen fulminanten Sieg errungen hatte. Und doch scheinen sich viele Sätze, die die EU-Kommissionspräsidentin am Dienstag beim Weltwirtschaftsforum in Davos ausspricht, genau auf den Mann zu beziehen, der gute Chancen hat, die US-Wahlen im November zu gewinnen.
„Desinformation und Falschinformation, dicht gefolgt von einer Polarisierung innerhalb unserer Gesellschaften werden die größte Herausforderung für die Weltwirtschaft in den nächsten beiden Jahren sein“, warnt von der Leyen. Diese Entwicklungen schränkten unsere Fähigkeit ein, die großen Probleme zu bekämpfen: die „Veränderungen unseres Klimas wie auch unseres geopolitischen Klimas“.
Doch die selbstbewusste Rhetorik will nicht so recht zur Stimmung beim Weltwirtschaftsforum passen. Denn wenn es neben der US-Präsidentschaftswahl und dem Krieg in der Ukraine ein Thema in Davos gibt, dann ist es die Sorge um Europa. Und all diese Themen sind eng miteinander verbunden.