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LibyenHilfsorganisation warnt eindringlich vor Gesundheitskrise in Libyen

Nach den Überschwemmungen in Libyen mit über 10.000 Toten droht jetzt als Folge die nächste humanitäre Katastrophe. Die EU unterstützt Libyen mit einer Millionensumme. 18.09.2023 - 15:37 Uhr Artikel anhören

In Darna seien bereits mindestens 55 Kinder registriert, die infolge des verschmutzten Wassers erkrankt seien.

Foto: dpa

Bengasi. Nach den verheerenden Überschwemmungen in Libyen droht nach Einschätzung von Helfern eine weitere Katastrophe durch verschmutztes Trinkwasser. Die Hilfsorganisation International Rescue Committee (IRC) warnte am Montag eindringlich vor einer sich „rasch ausweitenden Gesundheitskrise“, insbesondere in der stark zerstörten Hafenstadt Darna.

„Die jüngsten Überschwemmungen haben die Wasserquellen stark mit Abwässern verunreinigt, so dass sie für den Verzehr nicht mehr geeignet sind und die Bevölkerung schwerwiegenden Gesundheitsrisiken ausgesetzt ist“, hieß es in einer Presseerklärung.

Tausende von Menschen hätten keinen Zugang zu sauberem und sicherem Trinkwasser. Verunreinigtes Wasser kann zur Ausbreitung von Krankheiten führen.

Besonders Frauen und Kinder seien einem erhöhten Risiko ausgesetzt, warnte die Hilfsorganisation. In Darna seien bereits mindestens 55 Kinder registriert, die infolge des verschmutzten Wassers erkrankt seien.

Die Lage in Darna und anderen von der Flutkatastrophe betroffenen Gebieten in dem nordafrikanischen Bürgerkriegsland sei entsetzlich, hieß es. Das IRC bat dringend um zusätzliche Mittel, um die Hilfsmaßnahmen ausweiten zu können.

EU unterstützt Libyen

Die Europäische Union unterstützt Libyen mit weiteren 5,2 Millionen Euro für humanitäre Hilfe. Von den Mitteln sollen Organisationen vor Ort unterstützt werden, die sich um Unterkünfte, sanitäre Einrichtungen und Hygiene, Ernährung, Gesundheit und Wasser kümmern, teilte die EU-Kommission am Montag mit.

„Die EU bietet den vom Sturm Daniel betroffenen Menschen in Libyen kontinuierliche Unterstützung“, so der EU-Kommissar für humanitäre Hilfe und Krisenschutz, Janez Lenarcic. Damit erhöht sich der EU-Gesamtbetrag für Nothilfe in Libyen auf 5,7 Millionen Euro.

Das Sturmtief „Daniel“ erfasste Libyen am 10. September. Unmittelbar nach der Katastrophe gab die EU 500 000 Euro an humanitären Mitteln frei.

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Die Zerstörung von Straßen und Brücken durch die Überschwemmungen hat es den Hilfsorganisationen erschwert, in die betroffenen Städte wie Darna, Al Bayada und andere ländliche Gemeinden zu gelangen. Libysche Aktivisten berichteten der Deutschen Presse-Agentur, dass der Stadtrat von Al Bayada beschlossen habe, einige sandige Straßen zu reparieren, die in abgelegene Gebiete führen, die von den schweren Überschwemmungen betroffen sind. Auch transportiere die Gemeinde Hilfsgüter mit Hilfe eines ägyptischen Hubschraubers.

dpa
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