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Nach Nord-Stream-LecksNächstes Anschlag-Ziel Strom-Versorgung? Sorge wegen Sabotage an Infrastruktur wächst

Noch steht nicht fest, wer für die Explosionen an den Pipelines von Nord Stream verantwortlich ist. Die Furcht vor weiteren Sabotageakten aber ist da.Christoph Herwartz, Mareike Müller, Martin Murphy, Dietmar Neuerer, Julian Olk und Helmut Steuer und Mathias Brüggmann 28.09.2022 - 18:49 Uhr aktualisiert Artikel anhören

Das vom dänischen Verteidigungskommando zur Verfügung gestellte Foto zeigt das Nord Stream 2-Gasleck in der Nähe von Bornholm aus der Luft.

Foto: dpa

Berlin, Brüssel, Stockholm. Sicherheitsexperten gehen davon aus, dass die Zerstörung der Pipelines Nord Stream 1 und Nord Stream 2 ein Sabotageakt ist und Attacken gegen weitere Infrastruktur folgen könnten. „Russland geht jetzt zur hybriden Kriegsführung über. Das ist eine neue Dimension“, sagte der außenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Nils Schmid, dem Handelsblatt.

Bislang ist allerdings nicht erwiesen, wer oder was die Schäden verursacht hat. Um weitere Angriffe auf Unterseerohre und -kabel zu verhindern, wollen mehrere westliche Staaten ihre Kontrollen in entsprechenden Seegebieten verstärken.

Die Federführung für die Untersuchung des Schadens liegt auf deutscher Seite dem Vernehmen nach beim Bundesnachrichtendienst (BND). Derzeit wertet die Behörde Schiffsbewegungen in dem Seeraum zur fraglichen Zeit sowie Satelliten- und Kommunikationsdaten aus. Bis man die Tatorte vor Ort untersuchen kann, werden aus Sicht von Experten ein bis zwei Wochen vergehen. Zunächst müsse das Gas aus den Pipelines entweichen.

Die EU-Kommission hat am Mittwoch einen Vorschlag für ein weiteres Sanktionspaket gegen Russland vorgelegt. Das Paket enthalte unter anderem die Rechtsgrundlage für einen Preisdeckel für Ölimporte aus Russland sowie weitere Importbeschränkungen im Umfang von sieben Milliarden Euro, sagte Kommissionschefin Ursula von der Leyen in Brüssel.

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