
Iran-Proteste: USA verlegen offenbar Militär nach Nahost


Iran beschuldigt USA der Unruhestiftung
Der stellvertretende iranische Botschafter bei den Vereinten Nationen, Gholamhossein Darzi, hat die USA bei einer Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats scharf kritisiert. Er warf der US-Regierung vor, „sich direkt an der Lenkung der Unruhen im Iran hin zu Gewalt“ zu beteiligen. „Unter dem hohlen Vorwand der Sorge um das iranische Volk und angeblicher Unterstützung der Menschenrechte versuchen die Vereinigten Staaten, sich als Freund des iranischen Volkes darzustellen - während sie gleichzeitig den Boden für politische Destabilisierung und militärische Intervention unter dem Deckmantel eines sogenannten „humanitären“ Narrativs bereiten“, erklärte Darzi.
Der iranische Diplomat kritisierte die USA zudem wegen eigener Menschenrechtsverletzungen im Umgang mit Demonstranten und verwies dabei auf die jüngste Tötung von Renee Good in Minnesota durch einen Beamten der US-Einwanderungsbehörde ICE.

Trump unterstützt neue palästinensische Technokraten-Regierung für Gazastreifen

Russland wirft den USA offene Aggression und Einmischung im Iran vor
Russland hat bei einer Sitzung des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen in New York dem Iran seine Solidarität bekundet und den USA Einmischung vorgeworfen. Russlands UN-Botschafter Wassili Nebensja sagte, Moskau unterstütze die Ansicht Teherans, dass „feindselige äußere Kräfte versuchen, die aktuelle Situation auszunutzen, um eine Regierung zu stürzen, die sie ablehnen, und die Islamische Republik Iran als souveränen und unabhängigen Staat zu zerstören“.
Russland forderte die USA auf, „damit aufzuhören, sich als globaler Richter aufzuspielen, und ihren eskalierenden Handlungen ein Ende zu setzen“, sagte Nebensja. Moskau rief zudem die 193 Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen dazu auf, „eine neue großangelegte Eskalation zu verhindern“.

Medien: USA verlegen Militär nach Nahost

Irans Außenminister: UN soll „illegale US-Interventionen“ verurteilen

Medienberichte: Jemens Ministerpräsident tritt zurück – Außenminister wird Nachfolger

US-Botschafter bei UN zu Iran: „Alle Optionen auf dem Tisch“

UN: Hinrichtungen im Iran absagen, Todesfälle aufklären
Israel greift erneut Ziele im Libanon an
Weißes Haus: 800 Hinrichtungen im Iran abgesagt
Palästinensische Technokratenregierung trifft sich in Kairo
Trump warnt Iran vor schwerwiegenden Konsequenzen
US-Präsident Donald Trump beobachtet die Lage im Iran genau. Das teilt die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, mit. Trump und sein Team hätten Teheran gewarnt, dass es schwerwiegende Konsequenzen geben werde, wenn die Tötungen im Zusammenhang mit der Niederschlagung der Proteste andauerten.Behörde: Fünf Menschen bei Luftangriffen im Gazastreifen getötet
Bei zwei israelischen Luftangriffen im Gazastreifen sind nach Angaben der örtlichen Gesundheitsbehörden fünf Menschen ums Leben gekommen. Palästinensischen Medienberichten zufolge soll es bei einem der Toten um ein hochrangiges Mitglied des bewaffneten Arms der Hamas handeln. Er soll der Kommandeur in Deir al-Balah gewesen sein. Stellungnahmen waren weder vom israelischen Militär noch von der Hamas zunächst zu bekommen.Von der Leyen reagiert auf Frage nach möglicher Iran-Intervention
Chinesischer Minister: Teheran bezeichnet Lage im Iran als stabil
Schweiz bietet USA und Iran Vermittlung an
Trump-Regierung verhängt Sanktionen gegen iranische Vertreter
Von den Sanktionen betroffen sind auch 18 Personen und Unternehmen, die laut US-Regierung an Geldwäsche im Zusammenhang mit Einnahmen aus iranischen Ölverkäufen beteiligt waren. US-Finanzminister Scott Bessent teilte mit, die USA stünden „entschlossen hinter den Iranern in deren Forderung nach Freiheit und Gerechtigkeit“. Man werde „jedes Werkzeug nutzen, um diejenigen ins Visier zu nehmen, die hinter der tyrannischen Unterdrückung von Menschenrechten durch das Regime stehen“.
Die Sanktionen verhindern einen Zugang zu Immobilien- oder Finanzanlagen in den USA. Zudem dürfen US-Unternehmen und Staatsbürger keine Geschäfte mit den Personen und Firmen tätigen, die mit den Sanktionen belegt wurden. Allerdings gelten die Strafmaßnahmen als größtenteils symbolisch, weil viele der Betroffenen gar kein Geld bei US-Instituten angelegt haben.
Netanjahu: Bekanntgabe zweiter Waffenruhe-Phase eher symbolisch
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Israelische Experten rechnen mit neuer Protestwelle im Iran
Dennoch gebe es für ihn keinen Zweifel daran, dass die Proteste weitergehen würden. „Die Gründe für die Demonstrationen sind tief verwurzelt“, sagte Amir. Die Führung in Teheran sei außerstande, grundlegende Probleme zu lösen – sei es in der Wirtschaft, bei der systematischen Unterdrückung, beim Diebstahl des nationalen Reichtums, bei der Weiterleitung enormer Geldsummen an Terrororganisationen und iranische Stellvertreter oder bei seinem Beharren auf der Zerstörung Israels.

Schleswig-Holstein setzt Abschiebungen in den Iran aus
Türkei gegen militärische Einmischung im Iran
US-Präsident Donald Trump hatte Irans Führung wiederholt gedroht, nachdem der Sicherheitsapparat die Proteste im Land brutal niedergeschlagen hat. Welche Optionen Trump erwägt und ob er auch militärische Angriffe in Kauf nimmt, ist unklar. In Ankara wird befürchtet, die Unruhen und ein Machtwechsel könnten die Region weiter destabilisieren. Die Türkei plädiert darum für eine Annäherung Irans an den Westen.
Gazastreifen: Neuer Verwalter will mit Trümmern neues Land schaffen
Der zum neuen Gazastreifen-Verwalter ernannte Palästinenser Ali Schaath hat ein erstes Konzept für den Wiederaufbau vorgelegt. „Wenn ich Bulldozer hole und die Trümmer ins Meer schiebe und neue Inseln, neues Land schaffe, kann ich neues Land für Gaza gewinnen und gleichzeitig die Trümmer beseitigen“, sagte er in einem Radiointerview am Donnerstag. So wolle er die geschätzt 68 Millionen Tonnen Trümmer beseitigen. Die zerstörte Infrastruktur könne innerhalb von drei Jahren wieder aufgebaut werden.Priorität habe jedoch die Nothilfe, einschließlich von Unterkünften für Vertriebene. Danach folge die Sanierung der lebenswichtigen Infrastruktur und anschließend der Wiederaufbau von Häusern. „Gaza wird zurückkehren und innerhalb von sieben Jahren besser sein als zuvor“, sagte er. Einem UN-Bericht von 2024 zufolge wird der Wiederaufbau jedoch mindestens bis 2040 dauern.