Nahost: Syriens Militär meldet Rückzug von Soldaten aus Hama
Syrische Rebellen an den Außenbezirken von Hama: Syriens Militär zieht sich offenbar aus der Stadt zurück. Foto: AP
Damaskus.
Bei den Kämpfen in Syrien ist die Rebellenallianz in die Stadt Hama vorgedrungen.
Sie hat die Regierungstruppen nach staatlichen Angaben in die Außenbezirke gedrängt.
Die Einheiten der Regierungstruppen seien außerhalb der Stadt verlegt worden, um „das
Leben von Zivilisten“ in Hama zu schützen, teilte das syrische Verteidigungsministerium
mit. Das Kommando der syrischen Streitkräfte kündigte an, die von „Terroristen“ eingenommenen
Gebiete zurückzugewinnen.
Der Anführer der islamistischen Gruppe Haiat Tahrir al-Scham (HTS), Abu Mohammed al-Dschulani,
bestätigte in einer Videobotschaft in sozialen Medien, dass die Rebellen in Hama eingedrungen
seien. Ihr Ziel sei, eine „40 Jahre alte Wunde zu heilen“, sagte er.
Hama liegt südlich der zweitgrößten syrischen Stadt Aleppo, in die die Rebellen bei
ihrer Offensive innerhalb weniger Tage vorgedrungen waren. Seit Tagen lieferten sie
sich mit den Truppen der Regierung von Machthaber Baschar al-Assad Gefechte auch um
Hama.
Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in London berichtete,
die Rebellen seien nach stundenlangen Kämpfen von nordöstlicher Seite in die Stadt
eingedrungen.
„Im Lauf der vergangenen Stunden (...) konnten diese Gruppen mehrere Achsen in der
Stadt durchdringen und die Stadt betreten“, teilte das syrische Ministerium mit. Bei
den zunehmenden Kämpfen mit den „Terroristen“ habe es in den Reihen der Regierungssoldaten
zunehmend Tote gegeben.